Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Ein Moralkompass für Maschinen

Selbstfahrende Autos, Pflegeroboter, medizinische Systeme: Künstliche Intelligenzen werden in Zukunft immer häufiger tiefgreifende Entscheidungen fällen. Damit drängt sich die Frage auf, welche ethischen Grundlagen die Handlungen von KI-Systemen bestimmen sollen. Ein Forscherteam der TU Darmstadt präsentiert nun eine neue Lösung: Die Wissenschaftler bringen den Maschinen Moral bei.

Juli Tkotz und Martin Papenberg (v. l.)

Richtige Daten – falsche Schlüsse

Daten sprechen nicht für sich, sie müssen interpretiert werden. Doch bei der Auswertung schleichen sich leicht typische Fehler ein: Wir glauben Muster zu erkennen, wo keine sind. Oder wir unterschätzen die Macht des Zufalls. Beim Kölner "Skeptics in the Pub" stellten Juli Tkotz und Martin Papenberg einige solcher Fehlerquellen vor.

Wallfahrtskirche von Namugongo/Uganda

Uganda: Beten statt Medizin

Wer im Glauben stark ist, braucht keine Medikamente. Mit solchen Sprüchen reden Kirchenführer in Uganda den Gläubigen selbst bei schweren Erkrankungen Arztbesuche und Medikamente aus. Diese gefährliche Praxis hätte einem 9-jährigen Mädchen fast das Leben gekostet.

Angst vor einem strafenden Gott

Wann der Mensch sich strafende Götter schuf

Was gut oder böse ist, bestimmen die Götter: So halten es Weltreligionen wie Christentum, Judentum und Islam. Lange Zeit ging die Forschung davon aus, dass solche Konzepte von höheren Mächten als Moralhüter die Basis für das Entstehen früher Hochkulturen bildete. Doch nun belegt eine umfangreiche Studie, dass sich die Idee von moralisierenden Gottheiten erst bildete, nachdem sich die frühen Hochkulturen bereits etabliert hatten. Demnach haben die Religionen nicht die Gesellschaftsordnung geformt, sondern bereits Bestehendes stabilisiert.

Martin Mahner

Die Wissenschaft und das Übernatürliche

Martin Mahner leitet nicht nur das Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), als Wissenschaftsphilosoph beschäftigt er sich darüber hinaus mit den philosophischen Grundlagen von Forschung. Der hpd sprach mit ihm über sein aktuelles Buch "Naturalismus" und über die Probleme, das Übernatürliche zu erforschen.

"Hirn im Glück"

Gurus und Partnerbörsen versprechen das große Glück, und im Märchen erlangt man es, wenn man die Königstochter heiratet – oder allen Besitz abgibt. Aber was ist das überhaupt, Glück? Und weshalb gelingt es manchen Menschen besser als anderen, mit Schicksalsschlägen zurechtzukommen? Solchen Fragen geht das Symposium Kortizes nach, das vom 12. bis 14. April in Nürnberg stattfindet.

Erzbischof von Lyon kündigt Rücktritt an

Bereits der Schuldspruch kam überraschend: Ein Gericht in Lyon hatte Philippe Kardinal Barbarin, Erzbischof von Lyon, wegen Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Nun will der 68-Jährige beim Papst ein Rücktrittsgesuch einreichen. Die Staatsanwaltschaft hatte keine Verurteilung gefordert, da ein Großteil der Taten verjährt ist.

Dr. Martin Mahner

Die Psi-Tests der GWUP

Mit der Wünschelrute Wasser oder ein "strahlendes" Handy aufspüren, Gegenstände allein durch Gedankenkraft bewegen oder eine bislang unbekannte Strahlungsform nachweisen – solche und ähnliche paranormale Fähigkeiten wollen die Kandidaten der jährlichen Psi-Tests der GWUP unter wissenschaftlichen Versuchsbedingungen demonstrieren. Der erste, der die Tests besteht, gewinnt 10.000 Euro.