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Kultur

alle Bilder © HBO

Serie 14.03.2014 · Nr. 18105

Trauerarbeit in Serie

BERLIN. (hpd) Der große Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki meinte, die Literatur habe eigentlich nur zwei Themen: “Die Liebe und den Tod”. Diese beiden Gegenpole – Liebe und Tod – sind ständige Begleiter unseres Lebens. Während wir die Sehnsucht nach dem einen äußern, der Liebe stets huldigen, versuchen wir dem Tod in jedweder Weise zu entkommen. Obgleich die Gewissheit wie ein Damokles-Schwert über uns waltet und unser Handeln mitbestimmt, versuchen wir stets, uns diesem Thema zu entziehen. Doch: Gestorben wird immer!

Serie 07.03.2014 · Nr. 18047

Eine schrecklich humanistische Familie

STALDENRIED/CH (hpd) In der BBC-Comedy-Serie “Outnumbered” geht es um Familie, die grossen und kleinen Fragen und Werte, das Leben und den ganzen Rest. Sie stellt den ganz normalen Wahnsinn und die wahnsinnige Normalität eines bunten Haufens interessanter Figuren dar, welche unter einem Dach wohnen. Wir lernen viel über Feen und Ehen, über Gott, Satan, Einhörner und über die Tücken des Erwachsenwerdens sowie des Kinderhütens. Und das alles macht sehr viel Spass.

Sybille Lewitscharoff beim Literaturfest München 2013 (cc0 1.0)

Fundamentalismus 06.03.2014 · Nr. 18035

Aus falschen Worten wird falsches Denken

BERLIN. (hpd) Vor wenigen Tagen machte die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff auf sich aufmerksam, als sie bei einer Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Leipzig davon sprach, dass es “entsetzlich” sei, wie sich der Protestantismus an moderne Sprechweisen anbiedere. Nun hat sie noch viel tiefer in die Mottenkiste gegriffen.

Preisverleihung 05.03.2014 · Nr. 18015

Wir können auch anders

KÖLN. (hpd) Der Julit, der säkular humanistische Literaturpreis für Lesben und Schwule, wurde zum fünften Mal in Köln verliehen. Insa Krinke, 17 Jahre, aus Köln gewann ihn mit “Jetzt sind wir komplett!”. In ihrer einfallsreichen, phantasievoll entwickelten Geschichte, die mit 500 Euro belohnt wird, unterzieht die Siegerin die Fabel vom Klapperstorch einem gesellschaftspolitischen “Update”.

Rezension 05.03.2014 · Nr. 18010

Parallelwelten im Zoo

(hpd) Neulich diskutierte die Lyrikerin Sabine Scho öffentlich mit dem zukünftigen Berliner Zoodirektor Andreas Knieriem über die Zoos in unserer Gesellschaft. Nun wird sie am 15. März Deutschland beim Poesie-Festival in Umeå vertreten, der Europäischen Kulturhauptstadt 2014. Anlass ist ihr jüngstes Buch “Tiere in Architektur”, mit dem sie zum Exportschlager avancierte.

Alle Fotos: © Jaques Tilly

Rosenmontagzug 04.03.2014 · Nr. 18008

Kirche und Politik aufs Korn genommen

DÜSSELDORF. (hpd) Wie schon im letzten Jahr präsentiert der hpd die Wagen des Düsseldorfer Rosenmontagszuges, die Jaques Tilly gebaut hat. Und ebenso wie im vergangenen Jahr und in dem davor waren die Wagen des Wagenbauers wieder einmal die aktuellsten im Zug.

Foto: netflix.com

Serie 28.02.2014 · Nr. 17980

Politik wie bei Shakespeare

BERLIN. (hpd) “House of Cards” ist eine wegweisende Serie. Nicht nur, weil sie intrigantes politisches Spiel zeigt, in welchem der Protagonist über Leichen geht, sondern weil sie die erste Fernsehserie war, die gar nicht im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Netflix veröffentlichte die erste und nun die zweite Staffel komplett im Internet. Alle Folgen auf einmal.

Fotos: © Frank Nicolai

Literatur, Veranstaltung 26.02.2014 · Nr. 17957

Liebeslügen in Kreuzberg

BERLIN. (hpd) Sonntag Abend in Berlin; nach einem frühlingshaften Tag sitze ich mit einigen anderen in einem türkischen Theater und höre Murat Ham zu, der aus seinem neuen Buch liest.

Rezension 25.02.2014 · Nr. 17939

Auf dem Weg zu einer humaneren Religiosität

(hpd) Religions- und Kirchenkritik hat es in Deutschland nicht leicht, denn die meisten Verlage, Zeitungen und Sender wollen es sich nicht mit den Kirchen verderben. In dieser etwas anachronistischen Situation hat der von einem Theologen betriebene Tectum-Verlag neben seinem wissenschaftlichen Kernbereich eine Nische für “Religionskritik und Humanismus” eingerichtet, in die schon gut ein Dutzend Bücher aufgenommen wurden.

Foto: media.sinematurk.com (Plakat)

Serie 21.02.2014 · Nr. 17922

Die nackte Wahrheit

GIESSEN. (hpd) Der biografische Film erzählt, wie “Larry Flynt” zunächst als Schnapsbrenner in Kentucky begann, später eine Strip-Bar in Ohio eröffnete und schließlich mit seinem Magazin “Hustler” den Zeitschriften “Playboy” und “Penthouse” Konkurrenz machte. Rechtsphilosophisch interessant ist für den Philosophen Edgar Dahl dabei die Frage, wie der Staat auf Handlungen reagieren soll, die weitgehend als “beleidigend”, “anstößig” oder gar schlichtweg “unmoralisch” betrachtet werden.

Rezension 20.02.2014 · Nr. 17908

Ein Esel wehrt sich

(hpd) Vor fast genau 140 Jahren, am 9. Februar 1874, starb Sophie de Ségur, die erste Kinderbuchautorin der Welt. 1860 erschienen bei Hachette in Paris die “Erinnerungen eines Esels”, ein Roman für Kinder, zugleich ein erster flammender literarischer Appell für die Würde der Tiere. Nun ist er unter dem Titel “Abenteuer des Esels Cadichon” auf Deutsch zu lesen.

Kinoplakat: filmposter-archiv.de

Serie 14.02.2014 · Nr. 17866

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

BERLIN. (hpd) 14 Tage vor den Präsidentschaftswahlen, und der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten soll im Oval Office eine minderjährige Pfadfinderin sexuell belästigt haben. Die Story ist raus, ob sie nun stimmt oder nicht, die Wiederwahl scheint damit ausgeschlossen. In dieser Krise greift das Wahlkampfkomitee zur ultimativen Geheimwaffe: Conrad Brean.

Rezension 11.02.2014 · Nr. 17823

Brillant geschrieben, überzeugend argumentiert

(hpd) Dieses Plädoyer für Aufklärung und Humanismus bietet auf jeder Seite mindestens ein unmittelbar einsetzbares Argument oder eine (be)merkenswerte Aussage, warum man redlicherweise Säuglinge und Kinder nicht mehr zu Kirchenmitgliedern machen sollte.

Serie 07.02.2014 · Nr. 17799

Was ist ein Mensch?

FRAUENFELD/CH (hpd) Mit der Neuauflage des 70er-Jahre-Klassikers Kampfstern Galactica schaffte das Team um Ronald D. Moore und David Eick das Kunststück, anspruchsvolles Fernsehdrama mit Science-Fiction und einem gehörigen Schuss Religionsdiskussion zu verknüpfen – und dennoch nicht auf die New-Age-Schiene abzudriften.

Rolf Bergmeier, Foto: © Evelin Frerk

Veranstaltung 07.02.2014 · Nr. 17791

Ende eines Mythos

OBERWESEL. (hpd) Viele Politiker predigen gebetsmühlenartig, wir lebten in einer Welt, die von der “christlich-abendländischen Kultur” geprägt sei. Deren Existenz stellt der Historiker Rolf Bergmeier ohne Wenn und Aber infrage. Mehr noch, er entlarvt sie in seinem Fazit als dreiste Lüge.

Rezension 07.02.2014 · Nr. 17787

Die Ehre ist nicht die der Frau

(hpd) Bislang war Arzu Toker vor allem für ihre religionskritischen und sachlichen Texte bekannt. Nun sind auch die beiden in diesem Buch versammelten Texte islamkritisch, aber sie sind zudem noch Literatur.

Fotos: © Marc Ahrens

Aufklärung 03.02.2014 · Nr. 17737

Bühne frei für die Wissenschaft

DÜSSELDORF/KAARST. (hpd) "Nach Merkel und Lafontaine bin ich der dritte deutsche Physiker, der sein Geld mit Comedy verdient" – Der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert ist auf Tour mit seinem neuen Programm "Evolution".

Foto: blauisteinewarmefarbe.de

Serie 31.01.2014 · Nr. 17735

Blau ist eine warme Farbe

TRIER. (hpd) Das Liebesdrama „Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kechiche gewann letztes Jahr die goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Zu Recht und zur richtigen Zeit: Der Film überzeugt durch seine sensible und berührende Darstellung einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung.

Rezension 30.01.2014 · Nr. 17722

Wir sind alle Freaks!

BERLIN. (hpd) Philipp Möller ist ex-Aushilfslehrer, Pressereferent der Giordano Bruno-Stiftung und Bestseller-Autor. Sein neues Buch „Bin isch Freak, oda was?!“ ist vor kurzem erschienen und sofort auf der Spiegel-Bestsellerliste gelandet. Der hpd hat es sich nicht nehmen lassen sein aktuelles Werk zu rezensieren.

Arzu Toker, Foto: © Evelin Frerk

Interview 29.01.2014 · Nr. 17713

"Seine Identität selbst aussuchen"

ASCHAFFENBURG. (hpd) Sie lebt seit 40 Jahren in Deutschland, das Wort "Migrationshintergrund" lehnt sie als Sprachakrobatik ab. Arzu Toker ist eine der Autorinnen, die der deutschen Gesellschaft Aufklärungsträgheit vorhalten, gerade wenn es um Fragen der Religion und insbesondere den Islam geht. In ihrem neuen Buch "Kein Schritt zurück" befasst sie sich mit Migration und Identität und daraus resultierenden Konflikten.