Kunst und Kultur

Die Freiheit in Abrede

Darf man einen Religionsfunktionär "Arschloch" nennen?

Um den Stand der Meinungsfreiheit geht es Theater- und Hörspielautor Dirk Laucke in seinem neuen Stück "Die Freiheit in Abrede". Besonders interessiert ihn, wie es um die Meinungsfreiheit bestellt ist, wenn das Thema "Religion" verhandelt wird. Lauckes "radiophone Show" wurde am vergangenen Freitag am Theater Oberhausen unter der Regie des Autors uraufgeführt.

Ölhades - Schule des Ungehorsams

Gerhard Haderer eröffnet "Schule des Ungehorsams"

Unter großem Andrang und mit vielen Überraschungsgästen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft nahm die Schule des Ungehorsams am vergangenen Samstag in der Tabakfabrik Linz ihren Betrieb auf. Gerhard Haderer alias HADES, Großmeister der gezeichneten Satire und künftig selbsternannter "Schulhausmeister", führte durch einen bunten Abend voller Wow-Momente.

Solenn' Lavanant-Linke (Cherubino), Alex Esposito (Figaro)

Das Theater mit der sexuellen Belästigung

"Die Hochzeit des Figaro" von W. A. Mozart zählt zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Das Libretto stammt aus der Feder des kongenialen Lorenzo Da Ponte und lieferte Mozart eine theatrale Vorlage allererster Güte. Im Verlauf von knapp 24 Bühnenstunden spannt sich das Musterbeispiel eines dramaturgischen Bogens – mit der musikalischen Interpretation der Bayerischen Staatsoper eine Sternstunde für Mozart-Fans im speziellen und Opernliebhaber überhaupt.

Reformationsjubiläum mit Jan Böhmermann und Philipp Möller

In der Woche des Reformationstags widmete sich am Donnerstag die jüngste Ausgabe des NEO MAGAZIN ROYALE dem Reformationsjubiläum. Jan Böhmermann lieferte eine herrliche Persiflage auf die Jubelfeiern zu 500 Jahren Reformation – mit Luther-Zitaten aus dem Giftschrank der Geschichte. Passend dazu war der "Gottlos glücklich" Autor Philipp Möller zu Gast in der Sendung des bekennenden Atheisten.

Titelblatt

Astronaut und Kinder geben Denkanstöße

Der Protestonaut-Kalender 2018 ist da: In der vierten Ausgabe haben die Macher des außer-gewöhnlichen Fotokalenders mit dem Astronauten den Fokus auf die Themen Kinderschutz und Kinderrechte gelegt. Die Motive der Fotografin Sophia Hauk werden durch Texte und Zahlen aus Studien und Fachliteratur ergänzt. Auch 2018 ist der Wandkalender mehrsprachig: Alle Beiträge sind in deutscher und englischer Sprache.

Sigrid Hauser (Njegus), Christoph Filler (Graf Danilo Danilowitsch), Erwin Windegger (Baron Mirko Zeta)

"Stark wie der Tod ist die Liebe"

Knapp sechs Jahre wurde es umgebaut, saniert, renoviert und wieder zur Theaterstätte gemacht. Nach mehreren Spielzeiten der Wanderung, der Umzüge, des Spielens und des Schauens in sehr unterschiedlichen Spielstätten, kehrt das Ensemble des Gärtnerplatztheaters in München endlich wieder zurück in sein angestammtes Haus. Die Eröffnungswoche bot gleich zwei Events erster Güte.

"Ohne Humor hält man das Grauen nicht aus."

Dominik Bauer bezeichnet sich selbst als "eine Hälfte des Cartoon-Duos Hauck & Bauer". Sie haben zusammen mit den Cartoon-Kollegen Schilling & Blum und Hannes Richert eine Veranstaltung für Deniz Yücel organisiert. Am Samstag darf im Festsaal Kreuzberg über Bitterernstes gelacht werden.

Chor, Mirko Roschkowski (Énée), Katrin Adel (Didon), Statist, Irina Maltseva (Anna)

Das Heil des Besiegten ist es, nichts mehr zu erwarten

Das Staatstheater Nürnberg bringt in der Sparte Musiktheater zum Saison-Auftakt ein selten gespieltes Werk aus dem Genre der Grand opéra. Hector Berlioz‘ 5-aktiges Drama über Teile aus der Ilias dauert inklusives Pause gerade einmal 3,5 Stunden, die so manches zu Tage fördern und gleichzeitig Wesentliches verschweigen.