tagesspiegel.de 19.07.2012 · Nr. 13791
Auch Rituale kann man verändern
In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel begrüßt Bruno Osuch, Mitglied im Präsidium des Humanistischen Verbandes Deutschlands, die begonnene Debatte zur Beschneidung von Kleinkindern. Die Versuche, mit den Keulen des Antisemitismus und der Islamfeindlichkeit jede Diskussion darüber von vorneherein zu ersticken, beurteilt er als grundsätzlich problematisch.
Es müsse die Frage gestattet sein, ob denn ein solches Ritual nicht auch verändert werden könne. Auch religiöse Traditionen seien historisch gesehen immer wieder verändert worden.
Allerdings warnt er die Säkularen vor allzu großem Eifer in dieser Frage, betont jedoch, dass über die Kinderrechte gesprochen werden müsse und es keinen voreiligen Rückbau des säkularen Rechtsstaates geben dürfe.







