Würdigung 20.11.2008 · Nr. 5785
„Freier Geist 2008 Regensburg"
In seiner Laudatio zeichnete MdB Horst Meierhofer den Lebensweg von Marlies Haschke nach, die als „Flüchtlingskind" nach dem Zweiten Weltkrieg über Schleswig-Holstein nach Regensburg kam und hier eine neue Heimat fand. Mayerhofer erinnerte auch an ihre reges Engagement in Kultur und Politik und zollte der würdigen Preisträgerin großes Lob: „Wenn es mehr Menschen mit derartigem Reflexionsvermögen und vorbildlicher Toleranz gäbe, sähe die Welt sicher besser aus." Ob im Kreise der Regensburger „Sonntagsmaler", bei der FDP oder beim bfg - auf Marlies Haschke war und ist immer Verlass und sie steht für ihre Überzeugungen tatkräftig ein.
Matthias Freitag vom Kepler-Museum würdigte die langjährige Tätigkeit der Preisträgerin als kenntnisreiche Museumsführerin, die intern auch „Frau Kepler" genannt werde und eine weit über Regensburg hinaus bekannte Institution des Kepler-Museums sei. Mit großem Interesse wurden auch die Ausführungen des Kepler-Experten zu Leben und Werk des Astronomen aufgenommen.
Musikalische Einlagen von Uli Teichmann („entartete" Musik auf der Querflöte), Kurt Raster (Vertonung antihumanistischer Bibelstellen) und des Regensburger bfg-Liederzirkels unter Führung von Ute Schmidt (u.a „Bischofsschmankerl-Lied" der Biermösl-Blosn) lockerten den Abend auf. Für Kurzweil sorgte neben vielen Gesprächsrunden auch die Aufführung von Kurt Tucholskys „colloquium in utero" (von 1932, nach leichter bfg-Bearbeitung).
Erwin Petzi
Foto im Anhang: Horst Meierhofer, Marlies Haschke und Erwin Schmid
Fotos: Erwin Petzi
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