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Der Tagesspiegel 25 Nov 2008 Nr. 5826
Junge Berliner aus Einwandererfamilien, die in Deutschland aufgewachsen sind, sind ihren deutschen Altersgenossen in mancher Hinsicht ähnlicher, als das noch bei ihren Eltern der Fall war. Das geht aus einer Studie hervor, die am Montagabend im Roten Rathaus vorgestellt wurde.
So ist der Anteil der Angehörigen der zweiten Einwanderergeneration aus der Türkei oder dem ehemaligen Jugoslawien, die einen Kindergarten besucht haben, mit knapp 80 bzw. fast 90 Prozent inzwischen fast so hoch wie der der deutschen Vergleichsgruppe mit ebenfalls fast 90 Prozent. Das geht aus der Studie hervor, die das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück erarbeitet hat.
Auch haben die Forscher ermittelt, dass zwar einerseits nach wie vor eine knappe Mehrheit der türkischstämmigen Migranten in ärmeren Stadtvierteln lebt, aber zugleich nähert sich die Zahl der türkischen und jugoslawischen Berliner in „Mittelschichtsvierteln“ mit knapp 40 bzw. über 50 Prozent langsam ebenfalls dem deutschen Durchschnitt von 60 Prozent an.
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Für die internationale „Ties“-Studie („The Integration of the European Second Generation“) wurden rund 800 Berliner zwischen 18 und 35 Jahren befragt, von denen rund je ein Drittel einen türkischen, einen ex-jugoslawischen und einen deutschen Familienhintergrund hat. Zu der in der Studie diagnostizierten Annäherung passt eine Zahl, die Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Montag bekannt gab: Von 51 Regierungsinspektoren, die bald in den gehobenen Dienst der Verwaltung einsteigen, haben elf einen Migrationshintergrund.