14.3.1944
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dailymail.co.uk 3 Nov 2009 Nr. 8121
Fiona Macrae
Er ist ein internationales Symbol der Liebe und Romantik. Aber der Kuss könnte sich aus praktischeren und weniger verführerischen Gründen entwickelt haben.
Britische Wissenschaftler meinen, er wurde entwickelt, um Bakterien zu verbreiten. Sie sagen, die einzigartige menschliche Gewohnheit erlaube einem gefährlichen Erreger vom Mann an die Frau weitergegeben zu werden, damit sie während der Schwangerschaft Immunität aufbauen könne.
Die selbe Person etwa sechs Monate lang zu küssen, liefere einen optimalen Schutz vor potenziell tödlichen Krankheitserregern, sagt Dr. Colin Hendrie.
Der Speicheldrüsenvirus, welcher im Speichel lauert, verursacht für gewöhnlich keine Probleme. Aber er kann extrem gefährlich werden, wenn man ihn sich während der Schwangerschaft einfängt und kann ungeborene Kinder töten oder Geburtsfehler auslösen. Diese umfassen ein Spektrum von Taubheit bis hin zu zerebraler Lähmung.
Im Journal Medical Hypothesis sagte der Forscher Dr. Colin Hendrie von der University of Leeds: „Die Impfung einer Frau mit dem Speicheldrüsenvirus eines bestimmten Mannes kann am effizientesten durch Mund-zu-Mund Kontakt und den Austausch von Speichel erreicht werden, vor allem dort, wo der Speichelfluss vom Mann zur typischerweise kleineren Frau stattfindet.“ (...)
Während eines relativ keuschen ersten Kusses wird nur eine kleine Virusmenge an die Frau weitergegeben und damit ihre Chance erhöht, nicht zu erkranken. Während die Beziehung voranschreitet und die Küsse leidenschaftlicher werden, baut sich ihre Immunität auf. Bis sie schwanger wird, verringert sich die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches, dass ihr ungeborenes Kind erkrankt.
Bislang behaupteten Wissenschaftler, das Küssen fungiere als eine Art der evolutionären Qualitätskontrolle, indem der Speichel Hinweise auf Fruchtbarkeit, Gesundheit und Gene enthalte.
Aber die Psychologen aus Leeds sagten, diese Dinge könnten beurteilt werden, ohne ganz so intim zu werden. Dr. Hendrie: „Informationen in Bezug auf die Spannkraft des Körpers, Geruch, den reproduktiven Zustand, Krankheitsstatus und, selbstredend, die persönliche Körper- und Mundhygiene können sämtlich über körperliche Nähe gewonnen werden. Die kleine Menge zusätzlicher Information, die durch das Küssen gewonnen wird, ist ein unwahrscheinliches Druckmittel für seine Entwicklung.“