Dass kirchliche Arbeitgeber sich Privilegien herausnehmen und sich bei ihren eingeschränkten Arbeitnehmerrechten auch noch auf das Grundgesetz berufen können, ist ärgerlich genug. Doch es geht noch ärger: Wie in den Fällen, in denen Arbeitnehmer von "Campus für Christus" ihr Gehalt selbst finanzieren sollen, indem sie entsprechende Spenden in ihrem Bekanntenkreis... Mehr →
Der folgende Essay bildet den Abschluss meiner Artikel zu sozialstaatlichen Themen in den letzten Monaten. Er behandelt keine einzelne sozialpolitische Maßnahme und keine aktuelle Reformdebatte. Er fragt vielmehr nach den historischen Erfahrungen und verfassungsrechtlichen Einsichten, aus denen die Bundesrepublik als demokratischer und sozialer Rechtsstaat hervorgegangen ist. Denn die Zukunft des... Mehr →
Man hört hierzulande gelegentlich von "neuen Impfempfehlungen" in den USA oder von politischen Debatten um den Impfkalender. Was dabei kaum vermittelt wird: Die amerikanische Impfpolitik erlebt derzeit eine der stärksten institutionellen Erschütterungen der letzten Jahrzehnte. Die CDC – lange Zeit globale Referenz für immunologische und epidemiologische Standards – wurde politisch... Mehr →
Die vollmundigen Versprechen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche bei der Publikation der Eckpunkte, auf die sich die Regierungskoalition im Februar einigte, stehen in krassem Widerspruch zur Realität des nun von ihr vorgestellten Gesetzentwurfes. Renate Bernhard stellt Kritiker vor und nimmt Reiches Versprechen unter die Lupe. Mehr →
Das Abgeordnetenhaus North Carolinas besprach letzte Woche einen Vorstoß, der selbst das texanische Kopfgeldgesetz noch zivilisiert aussehen lässt. "H1232" sieht unter anderem die De-facto-Legalisierung von Mord an Abtreibungswilligen per Selbstjustiz vor. So unrealistisch die Verabschiedung dieses Gesetzes auch ist, lohnt ein analytischer Blick auf Text und Kontext. Hier zeigen sich... Mehr →
Es ist eines der berühmtesten Gedankenexperimente: Man nehme eine unendliche Anzahl Affen, die unendlich lange auf Tastaturen hauen – und irgendwann werden sie die gesamten Werke Shakespeares geschrieben haben. In metaphysischen Diskussionen wird das "Infinite Monkey Theorem" häufig angeführt um zu zeigen, dass die Existenz des Universums mit seinen fein... Mehr →
Eine Broschüre der Giordano-Bruno-Stiftung versucht, die Anerkennung transgeschlechtlicher Selbstbestimmung mit einem objektiven Geschlechtsbegriff zu verbinden, lässt dabei jedoch zentrale philosophische Debatten weitgehend unberücksichtigt. Besonders problematisch erscheint die Orientierung am "Phänotyp" als geschlechtsbestimmendem Kriterium, da sie stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit reproduziert und sowohl Transpersonen als auch andere geschlechtlich nonkonforme... Mehr →
Im Rahmen der "75. Wiener Festwochen" fand am vergangenen Wochenende ein dreitägiges "Glaubenstribunal" statt. Die von Milo Rau inszenierte Performance war prominent besetzt, unter anderem mit der Femen-Aktivistin Inna Shevchenko, den Charlie-Hebdo-Verantwortlichen Gérard Biard und Laurent Sourisseau sowie der iranischen Schauspielerin und Aktivistin Kosar Eftekhari. Die Abschlussreden hielten Hamed Abdel-Samad... Mehr →
In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum. Die Redaktion möchte diese Zeit Revue passieren lassen und jeden Monat auf einen Artikel oder ein Thema hinweisen, der beziehungsweise das die Gesellschaft mitverändert hat. So begann im hpd die öffentliche Debatte um die Vorhautbeschneidung von Jungen. Mehr →
Das Bundesinnenministerium hat die aktuellen Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität veröffentlicht. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor allem auf den Anstieg linksmotivierter Gewalt verweist, gerät ein anderer Befund weitgehend in den Hintergrund: die dramatische Zunahme frauenfeindlicher Straftaten.
Die Auseinandersetzung mit einem islamkritischen Werk aus dem Jungeuropa Verlag eröffnet nicht nur einen Einblick in die Debatten der Neuen Rechten, sondern schärft auch die Konturen einer säkular-humanistischen Gegenposition. Dabei zeigt sich, wo seine Kritik am Islamismus berechtigt ist und warum seine Verallgemeinerungen über Muslime und den Islam dennoch nicht überzeugen.
Es gab eine Zeit, da waren Sekten in den Medien allgegenwärtig. Es verging kaum ein Tag, ohne dass radikale religiöse, esoterische und weltanschauliche Gruppen für Schlagzeilen sorgten. Schließlich gab es in der Schweiz mehrere hundert problematische Gruppierungen. Kleine, mit einem Dutzend Anhängern und große, mit Zehntausenden Mitgliedern. Und heute? Das Rauschen im Blätterwald ist weitgehend verstummt. Deshalb wird der Autor oft gefragt, ob es überhaupt noch Sekten gibt. Die kurze Antwort: Natürlich. Es sind auch nicht weniger geworden. Und nicht harmloser. Aber vorsichtiger, um ungestörter unter dem Radar der Öffentlichkeit fliegen zu können.
Dass kirchliche Arbeitgeber sich Privilegien herausnehmen und sich bei ihren eingeschränkten Arbeitnehmerrechten auch noch auf das Grundgesetz berufen können, ist ärgerlich genug. Doch es geht noch ärger: Wie in den Fällen, in denen Arbeitnehmer von "Campus für Christus" ihr Gehalt selbst finanzieren sollen, indem sie entsprechende Spenden in ihrem Bekanntenkreis einsammeln.
Seit vielen Jahren verfolgt unsere Autorin als iranische Regimegegnerin die Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Im Folgenden gibt sie eine Einschätzung, was von der derzeitigen Situation rund um die Absichtserklärung zwischen den Kriegsparteien zu halten ist.
Am vergangenen Sonntag hielten die Jungen Humanisten (JuHu) Hannover, der Jugendverband des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) Niedersachsen, ihre diesjährige Jugendfeier ab. Dabei feierten 33 Jugendliche aus Hannover und der Region gemeinsam mit rund 450 Gästen den symbolischen Übergang ins Erwachsenenleben im Theater am Aegi in Hannover.
Hat die AfD versucht, Vorträge bei einem linken Jugendkongress zu verhindern? Das vermuten die Organisatoren von "Take back the future", der am vergangenen Wochenende in Berlin stattfand. Veranstalter waren die Initiative "Studis gegen Rechts" der TU Berlin und der "Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband" (SDS). Die Veranstaltung fand dennoch statt – mit abgeändertem Programm. Die TU beruft sich dabei auf das Neutralitätsgebot, Kritiker sehen darin ein gefährliches Einknicken vor der AfD.
Der folgende Essay bildet den Abschluss meiner Artikel zu sozialstaatlichen Themen in den letzten Monaten. Er behandelt keine einzelne sozialpolitische Maßnahme und keine aktuelle Reformdebatte. Er fragt vielmehr nach den historischen Erfahrungen und verfassungsrechtlichen Einsichten, aus denen die Bundesrepublik als demokratischer und sozialer Rechtsstaat hervorgegangen ist. Denn die Zukunft des Sozialstaats lässt sich nur verstehen und gestalten, wenn man sich seiner Entstehungsgründe erinnert.
Luzia Geier, freie Journalistin in New York, legt mit "Zohran Mamdani. Our Time Is Now" eine erste deutschsprachige Monographie über den dortigen Bürgermeister vor. Auch wenn die Autorin häufig zu apologetischen Darstellungen neigt, liefert sie in ihrem etwas unsystematischen Buch wichtige Informationen zu dessen Positionen und Wahlkampf.
Es kursieren eine Menge diffamierender Mythen um eine Gesetzesänderung, die EU-Gesetze zum Klimaschutz in nationales Recht überführte: Die Novelle des Gebäudes-Energiegesetzes (GEG) unter der Ampel-Regierung wurde als "Heizungsgesetz" bekannt. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will es durch ihr "Gebäudemodernisierungsgesetz" ersetzen. Dessen Entwurf ging am Donnerstag in die erste Lesung im Bundestag. Eine Analyse der Hintergründe, die zum "Heizungsstreit" und zum CDU-Wahlversprechen führten ("die Freiheit im Heizungskeller wiederherstellen") – und wie dieses Narrativ der CDU nun auf die Füße fällt.
Schwangerschaftsabbrüche sollen künftig auch in katholischen Krankenhäusern möglich sein. Damit stellt sich einer der größten katholischen Verbände Deutschlands offen gegen die starre Haltung der Kirchenleitung.
Ein Bericht über angeblich benachteiligte muslimische Sportler bei der Fußball-WM der Männer 2026 hat ein breites Echo in religiös geprägten Medien ausgelöst. Doch bei näherer Betrachtung stützt sich die Kritik vor allem auf wenige Einzelfälle, während belastbare Belege für eine systematische Diskriminierung muslimischer Spieler bislang fehlen. Was bleibt, ist die grundsätzliche Frage, wie demokratische Staaten zwischen Sicherheitsinteressen und dem Vorwurf religiöser Benachteiligung abwägen sollen.
Wie in vielen anderen deutschen Städten auch, werden in Wuppertal regelmäßig Gedenkgottesdienste für "unbedacht verstorbene" Menschen abgehalten. Was ist davon zu halten?
Netzpolitik.org nennt die Abschaffung des einzigen mehrsprachigen ARD-Radiosenders "Cosmo" eine "demokratische Bankrotterklärung". Dem Multi-Kulti-Radiosender soll zum 1. April 2027 der Stecker gezogen werden. An seine Stelle soll ein weiterer Mainstream-Musiksender treten.
Das Bundesinnenministerium hat die aktuellen Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität veröffentlicht. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor allem auf den...
Die vollmundigen Versprechen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche bei der Publikation der Eckpunkte, auf die sich die Regierungskoalition im Februar einigte, stehen in krassem...
Es gab eine Zeit, da waren Sekten in den Medien allgegenwärtig. Es verging kaum ein Tag, ohne dass radikale religiöse, esoterische und weltanschauliche Gruppen für Schlagzeilen...
Hat die AfD versucht, Vorträge bei einem linken Jugendkongress zu verhindern? Das vermuten die Organisatoren von "Take back the future", der am vergangenen Wochenende in Berlin...
Im Unterschied zu den religiösen Förderwerken wird das humanistische Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) bislang nicht staatlich gefördert, weil es hierfür angeblich "keinen...
Schwangerschaftsabbrüche sollen künftig auch in katholischen Krankenhäusern möglich sein. Damit stellt sich einer der größten katholischen Verbände Deutschlands offen gegen die...
Seit vielen Jahren verfolgt unsere Autorin als iranische Regimegegnerin die Beziehungen und Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Im Folgenden gibt sie eine Einschätzung,...
Die Ankündigung, für den Kölner Dom sowie für die Nürnberger Sebaldus- und Lorenzkirche zukünftig Eintritt zu verlangen, sorgt für erheblichen Diskussionsstoff. Doch ist diese...
Am vergangenen Sonntag hielten die Jungen Humanisten (JuHu) Hannover, der Jugendverband des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) Niedersachsen, ihre diesjährige Jugendfeier...