Träger des „Humanist Arts Award” 1997

Lou Harrison

* 14. Mai 1917 in Portland/Oregon; Δ 2. Februar 2003 in Lafayette/Indiana;
amerikanischer Komponist; er zählt zu den größten Komponisten des 20. Jahrhunderts.

 

In seinem kompositorischen Schaffen weitete Harrison das Instrumentarium, die musikalischen Formen und Einflüsse in der E-Musik erheblich aus. Er entwickelte Tonsysteme und erfand Instrumente, zudem war er auch Dichter, Maler und Kalligraph.

Harrison wuchs in verschiedenen Orten in der Gegend von San Francisco auf. In diesem kulturellen Schmelztiegel nahm er musikalische Anregungen aus aller Welt auf. Er studierte Komposition u. a. auch bei Arnold Schönberg in Los Angeles. Zwischen 1936 bis 1943 unterrichtete er an verschiedenen Musikschulen in Kalifornien. In den 1940er Jahren begann er als Musikkritiker in New York tzu arbeiten. In dieser Zeit komponierte und dirigierte er auch. Dem Stress und der Hektik der Metropole zeigte er sich jedoch nicht gewachsen und erlitt einen Zusammenbruch. Deshalb ging er 1947 nach North Carolina, ab 1953 lebte er wieder in Kalifornien.

Er begeisterte sich für Weltmusik und außereuropäische Instrumentaltechniken. Insbesondere die asiatische Musik, vor allem die indonesische Gamelan-Musik beeinflusste ihn stark. Seine Werke entziehen sich einer klaren Klassifizierung und benutzen oftmals eine internationale Palette von Schlaginstrumenten, darunter sind auch profane Gegenstände wie Bremszylinder, Metallrohre, Blumentöpfe und Mülleimer.

Zu seinem mehrfach ausgezeichneten Schaffen gehören vier Symphonien, zwei Opern, Ballette, Konzerte, Chorstücke, Solo- und Kammermusikwerke und auch Theatermusiken.

Harrison, der sich der Humanistischen Bewegung verbunden fühlte, erhielt 1997 den „Humanist Arts Award” der amerikanischen Humanisten.

Zitat:
„I am enormously opposed to organized religion and feel that Christians and Muslims are responsible for uncountable human and other beings' miseries.”