Organisationen

Protestaktion im Juni 2018, hier vor der Bayerischen Staatsoper

"Kreuzerlass" stellt Eingriff in Religions- und Weltanschauungsfreiheit dar

Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) München und der bfg Bayern zeigen sich erfreut über den Beschluss des Verwaltungsgerichts München vom 27. Mai zum sogenannten "Kreuzerlass" der bayerischen Staatsregierung. Unter anderem hat das Gericht festgestellt, dass der Kreuzerlass einen Eingriff in die Religions- und Weltanschauungsfreiheit darstellt und dass dieser "gezielt darauf gerichtet (ist), jeden Behördenbesucher mit dem Kreuz zu konfrontieren".

Atheismus als Religion?

Die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich (ARG) wurde 2007 von Wilfried Apfalter gegründet und sammelt seither Unterschriften, um als religiöse Bekenntnisgemeinschaft anerkannt zu werden und somit mittelfristig eine rechtliche Gleichbehandlung mit der römisch-katholischen Kirche zu erreichen.

Dr. Goparaju Vijayam

Leitfigur, Philosoph und positiver Atheist

Der Humanist und Menschenrechtsaktivist aus Indien, Dr. Goparaju Vijayam, ist am 22. Mai 2020 im 84. Lebensjahr verstorben. Der zweite Sohn von Gora and Saraswathi Gora, die das Atheist Centre in Andhra Pradesh 1940 gegründet haben, war viele Jahre Executive Director des Atheist Centre.

Das Recht auf Suizidhilfe erfordert verlässlichen Handlungsrahmen

Im Februar hat das Bundesverfassungsgericht ein Grundrecht auf Hilfe zur Selbsttötung bestätigt, welches in der Praxis auch zu gewährleisten sein müsse. Ohne entsprechende Regelungen stoßen bei der möglichen Inanspruchnahme von assistiertem Suizid allerdings viele verzweifelt Hilfesuchende weiterhin auf schier unüberwindliche Hürden. Um verfassungskonforme Initiativen politisch auf den Weg zu bringen, hat der Humanistische Verband Deutschlands - Bundesverband ein "Suizidhilfekonflikt-Gesetz" vorgeschlagen.

Im Regierungsviertel

Das Versagen des Deutschen Ethikrates

"Der Deutsche Ethikrat sollte rational, evidenzbasiert und weltanschaulich neutral argumentieren, was aber durch die Überrepräsentanz kirchlicher Interessenvertreter allzu oft verhindert wird", kritisiert der Philosoph und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon. Die am 30. April erfolgte Neubesetzung des Gremiums habe dieses Problem keineswegs behoben, sondern eher noch verschärft.