Feminismus

Transaktivist*innen demonstrierten gegen Feministinnen

„TERFs in die Elbe”: Wenn der Protest selbst die Debatte beschädigt

In Hamburg eskalierte am Weltkindertag der Streit um Transmedizin, als eine kritische Protestveranstaltung auf lautstarken Gegenprotest traf. Zwischen Trillerpfeifen, Sprechchören und gegenseitigen Vorwürfen geriet die eigentliche Frage aus dem Blick: Wie lässt sich über medizinische Behandlungen von Kindern und Jugendlichen sachlich streiten? Der Konflikt zeigt, wie schwer es inzwischen fällt, politische Gegensätze auszuhalten, ohne die jeweils andere Seite mundtot machen zu wollen.

"Archiv der Leerstellen": Leben und Widerstände der iranischen Diaspora in Berlin – und darüber hinaus

Die Solidarität der Feminist*innen weltweit

Im vorerst letzten Teil der Veranstaltungsreihe "Archiv der Leerstellen", die Sanaz Azimipour so klug wie einfühlsam konzipiert hat, geht es um Care-Arbeit, Widerstand und Wahlfamilien: Iranische Feministinnen organisierten sich in Berlin in den Jahren von 1980 bis 1990 und darüber hinaus. Auf dem Podium saßen Alja Gudžević und Saideh Saadat-Lendle.

Girls are Gods

Heute startet der Film "Girls & Gods" in den deutschen Kinos. Femen-Aktivistin Inna Shevchenko reist durch die Welt und hinterfragt die patriarchalen Strukturen von Religion.

Christopher Street Day am 27. Juli 2019 in Berlin.

Wer fordert hier Konversionstherapie?

"Ich bin nicht queer, ich bin schwul", sagte Jens Spahn mal. Dem Begriff "queer", einst als Schimpfwort genutzt und über Jahrzehnte erst als ironische, dann affirmative Selbstbezeichnung zurückgeholt, droht erneut die Umdeutung ins Abwertende, bisweilen gar Pathologische. Diesem Prozess sollten wir entschieden Paroli bieten. Eine Replik.

Die Öko-Visionärinnen

Charlotte Kerner führt in einem Buch die Lebensgeschichten dreier Wissenschaftlerinnen zusammen, die wichtige Beiträge zu einem Weltbild lieferten, in dem der Mensch intensiv mit der natürlichen Umwelt verknüpft ist. Rachel Carson, Lynn Margulis und Donna Haraway waren Vorreiterinnen einer humanistisch orientierten Ökologie. Alle drei mussten sich gegen Widerstände im männlich dominierten Wissenschaftsbetrieb durchsetzen und behaupteten sich letztlich erfolgreich.

Weiblich, "selbstbestimmt", untergeordnet

Auf TikTok und Instagram propagieren Influencerinnen, mit der Hausfrauenrolle dem westlichen Selbstverwirklichungsdruck entkommen zu sein. Sie nennen sich "Tradwives" oder "stay at home girlfriends". Ihr Alltag besteht aus Kochen, Kindererziehung und Gehorsamkeit gegenüber dem Partner. Er rechtfertigt sich mal christlich, mal (anti-)feministisch, mal rechtspopulistisch oder auch betont unpolitisch. Das traditionelle Frauenbild soll einen Gegenentwurf zu "Woke", unbezahlter Care-Arbeit oder Karrierefrauen liefern. Dabei wiederholen Tradwives nichts anderes als eine verzweifelte Krisenbewältigung im Zeitalter der Identität. Gehen sie auch eine Schwesternschaft mit erzkonservativen Musliminnen ein?

Emanzipation in der Sackgasse: Reaktionen von Frauenorganisationen auf den 7. Oktober

Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe und Terrorinstrument funktioniert in mehrfacher Hinsicht. Sie dehumanisiert und erniedrigt die Opfer und ihre Angehörigen, sie sorgt für langfristige Traumatisierung nicht nur der Überlebenden, sondern auch aller Angehörigen der angegriffenen Gruppe. Um diese Wirkung zu maximieren, haben die Terroristen des 7. Oktober 2023 ihr äußerst grausames Vorgehen selbst gefilmt und verbreitet. Womit aber selbst die Hamas und das Regime im Iran kaum rechnen konnten, ist die Schützenhilfe von Organisationen, sie sich selbst als feministisch bezeichnen.