Kunst und Kultur

Theater gegen das Vergessen und Verdrängen

BERLIN. (hpd) Über den Regisseur Erwin Piscator sagte Bertolt Brecht einmal, dieser habe das Theater revolutioniert. Mit seinem politischen Theater der 1920er Jahre und mit der Aufarbeitung der deutschen NS-Vergangenheit Anfang der 1960er Jahre hat Piscator bedeutende politische und theaterhistorische Akzente gesetzt.

Schweden – vom idealen Volksheim zum neoliberalen Staat

BONN. (hpd) Der Journalist Rasso Knoller, der lange Jahre in skandinavischen Ländern lebte, bringt in "Schweden. Ein Länderportrait" eine lockere Beschreibung der Entwicklung in dem Land – vom Alltagsleben über Gesellschaft und Politik bis zur Wirtschaft. Mit lockerer Schreibe informiert der Autor über die Besonderheiten und Entwicklungen in dem skandinavischen Land, zwar nicht tiefschürfend – was nicht die Absicht war – aber auch nicht unkritisch.

"Der goldene Schnitt"

DORTMUND. (hpd) Am 16. April feierte die Uraufführung "Der goldene Schnitt" im Studio des Schauspiel Dortmund Premiere. Das angekündigte "Fest rund um die Vorhaut" machte das Publikum als Fest-Gäste mit zum Bestandteil eines buchstäblich unter die Haut gehenden Abends.

Pietá der Tiere

BERLIN. (hpd) Die junge polnische Künstlerin Krystyna Jankowska hat als Abschlußarbeit ihres Diplomstudiums an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach ein großartiges und zutiefst berührendes Werk geschaffen: eine der römischen Pietá von Michelangelo nachempfundene lebensgroße Skulptur, in der eine Schimpansenmutter, auf einer Öltonne sitzend, ein totes Delfinkind im Schoße hält.

Unter dem Himmel der Wölfe

BERLIN. (hpd) 20 Millionen Mal verkaufte sich Jiang Rongs Roman "Der Zorn der Wölfe" in China, den Jean-Jacques Annaud im Auftrag des chinesischen Staates unter dem Titel "Der letzte Wolf" verfilmte. Roman und Film sind in China absolute Publikumsrenner und künden von einer neuen Beziehung zwischen Mensch, Umwelt und Tier. Jetzt ist der Film hierzulande, wo er viel zu kurz in den Kinos war, auch als DVD zu haben.

Freiheit den Flüssen

BERLIN. (hpd) Freiheit den Flüssen, Krieg den Bürokraten! Die Wandlung von einer willenlosen Kindfrau aus gutem orthodoxen amerikanischen Hause, Spielgefährtin und Spielzeug ihres Gatten, mit dem sie eine Leidenschaft zu Vögeln und erotischen Experimenten teilt, zur anarchischen und militanten Ökoaktivistin - das macht Nell Zink uns in dem Roman "Der Mauerläufer" weis. Eine entsetzlich komische Ver-Lust-Geschichte.

Martin Budich und "Das Leben des Brian"

Always look on the bright side of Karfreitag

BOCHUM. (hpd) Dass am Karfreitag in Bochum der Film "Das Leben des Brian" aufgeführt wird, ist inzwischen schon eine Tradition. Die säkulare Initiative "Religionsfrei im Revier" protestiert mit der Filmvorführung gegen das Feiertagsgesetz von Nordrhein-Westfalen. Die Zahl derer, die sich an diesem Protest beteiligen, steigt mit jedem Jahr.