Religionen

Mexiko: Hexer plant, satanische Kirche in Veracruz zu bauen

Im März 2023 soll es so weit sein und die Stadt Catemaco im Bundesstaat Veracruz die erste satanische Kirche auf mexikanischem Boden bekommen. Geplant wurde sie vom Hexer Enrique Marthen Berdón, der sie mittels Spenden errichten und bereits Ende dieses Monats mit ihrem Bau beginnen möchte. Der Bischof von Veracruz, Carlos Briseño Arch, ist alles andere als begeistert. Seiner Ansicht nach sollte Berdóns Vorhaben verboten werden.

Indien

Restaurantbesitzer verhaftet, der Fleisch in Zeitungen mit Bildern von Hindu-Gottheiten gewickelt hatte

Weil er ein Hühnerfleisch-Gericht in eine Zeitung gewickelt hatte, in der hinduistische Gottheiten abgebildet waren, bekam ein muslimischer Restaurantbesitzer Anfang Juli diesen Jahres Besuch von der Polizei. Vorgeworfen wurde ihm der Versuch, Unfriede zwischen verschiedenen religiösen Gruppen zu stiften. Nachdem er das Polizeiteam mit einem Messer attackiert haben soll, kam noch versuchter Mord hinzu. Obwohl gegen Kaution wieder auf freiem Fuß, sucht die Polizei den Gastronom immer wieder auf und rät ihm, sein Restaurant zu schließen.

Zum Attentat auf Salman Rushdie

Gibt es eine islamische Bringschuld?

Es gibt im Islam Problemfelder, die nicht zu leugnen sind, und es liegt an den Muslimen, diese zu bearbeiten und eine Lehre zu etablieren, die weltweit keinen Spielraum für tödliche Fatwas lässt. Das findet der österreichische Autor Niko Alm.

Indien: Religiöse Unruhen nehmen nicht ab

Ende Mai hatte sich die Politikerin Nupur Sharma in einer TV-Debatte kritisch zur Ehe des Propheten Mohammed mit einer Minderjährigen geäußert. Seitdem haben sich die religiösen Konflikte im Land noch einmal verstärkt. Es kam nicht nur zu diplomatischen Verstimmungen mit muslimischen Ländern, zu unzähligen Anzeigen und Bedrohungen – unter anderem von Sharma und der Moderatorin der Debatte – sondern gar zu Morden.

Zürich

Schweizer Gericht verurteilt homophoben Hassprediger

Ein Lehrstück säkularer Rechtsprechung

Diskriminierende Äußerungen über Homosexuelle sind Schweizer Richtern zufolge auch dann eine Straftat, wenn sie im Wortlaut einer angeblich "heiligen Schrift" entsprechen. Dies hat nun das Züricher Bezirksgericht festgestellt und einen schwulenfeindlichen Straßenprediger zu 15.200 Franken (etwa 15.600 Euro) Geldstrafe verurteilt. Zur Verteidigung hatte der Mann angegeben, dass er nur aus der Bibel zitiert habe.

Wüste

Wie und wo entstehen Religionen?

Glaubensgemeinschaften prägen unser Bewusstsein auch in Zeiten der Säkularisierung stärker, als wir ahnen. Bis vor ein paar Jahrzehnten war der überwiegende Teil der Menschheit in irgendeiner Weise gläubig. In vielen Weltgegenden ist dies auch heute noch so. Glauben und Religion sind seit Jahrhunderten zentraler Teil unserer geistigen DNA. Sie haben uns mehr geprägt als Politik und Kultur.

Als Reaktion auf Gerichtsurteil zugunsten christlicher Gebete auf dem Spielfeld

Florida: Atheist fordert satanisches Gebet nach Footballspielen

Nachdem ein christlicher Football-Trainer vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten Recht bekommen hatte und auf dem Spielfeld einer konfessionslosen Schule beten darf, tritt Chaz Stevens, Erzbischof seiner eigenen Kirche und Atheist, mit der Forderung auf, nach Spielende satanische Gebete sprechen zu dürfen. Nach seiner letzten Forderung, Bibeln und bibelbezogene Bücher aus Floridas Schulen zu verbannen, bleibt abzuwarten, ob er nun die Erlaubnis erhält, sich auf dem Spielfeld an Satan zu wenden.

Rezension

Briefe ins Nichts

Das Buch "Briefe ins Nichts?" von Thomas Ebersberg ist ein kleines Taschenbuch, das Briefe des Autors an prominente Journalisten, Rundfunkredakteure, Philosophen oder etwa Theologen und Kirchenvertreter zusammenstellt und auch ausführliche Briefwechsel mit einigen von ihnen dokumentiert.

Religionsfreie und Christen fast gleichauf

Australien: Anzahl religiöser Personen nimmt ab

Am 10. August 2021 wurde der Zensus vom Australischen Statistikbüro durchgeführt. Neben Themen wie Wohnort, Haushalt und Familie, Einkommen, unbezahlte Arbeit und kulturelle Diversität wurde auch die Religionszugehörigkeit abgefragt. In der vergangenen Woche wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass die Anzahl christlicher Personen im Vergleich zum Zensus 2016 abgenommen hat: Über eine Million Menschen weniger gab an, christlich zu sein – damit rutschte der Wert erstmals unter die 50-Prozent-Marke. Auch die Zahl Religiöser im Allgemeinen schrumpfte.