Piraten fordern:

Keine Millionen mehr für Kirchen- und Katholikentage

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Borys Sobieski, Vorsitzender im Landesvorstand der Piratenpartei in Baden-Württemberg
Borys Sobieski

Wie der hpd vergangene Woche berichtete, soll der Trägerverein des Katholikentags 2022 bis zu 1,85 Millionen Euro von der Stadt Stuttgart erhalten. Die Piratenpartei stimmte im Verwaltungsausschuss dagegen und kritisiert die Entscheidung nun in einer Pressemitteilung.

2022 soll in Stuttgart der Katholikentag stattfinden. Die Landeshauptstadt möchte diesen mit bis zu 1,85 Millionen Euro bezuschussen, trotz der vergangenen Rekordeinnahmen bei der Kirchensteuer und 126 Millionen an zusätzlichen Staatsleistungen für die Kirchen. Die Piratenpartei hält diese Unterstützung für nicht notwendig und sieht darin eine zu starke Verbindung mit den Religionsgemeinschaften. Gleichzeitig appelliert sie an die Stadt Stuttgart wie auch an die Landesregierung, Staatsleistungen zu streichen und die Förderung von Großveranstaltungen dieser Art einzustellen.

"Staat und Religionsgesellschaften gehören getrennt. Der Glaube ist Privatsache eines jeden Menschen. Dass immer wieder Großveranstaltungen der Kirchen mit Millionenbeträgen gefördert werden, ist in keiner Weise mit einem säkularen Staat und sinnvoller Förderung zu verbinden", kommentiert Borys Sobieski, Landesvorsitzender der Piratenpartei. "Die Kirchen brauchen das Geld nicht! Mit diesem Geld und den Millionen an Fördergeldern könnten auch Projekte unterstützt werden, welchen es wirklich an Geld mangelt. Wir stopfen die Taschen der Kirche unnötigerweise noch voller."

Die FrAKTION im Stuttgarter Gemeinderat, der auch Piraten-Stadtrat Stefan Urbat angehört, hat daher die Bezuschussung der Veranstaltung abgelehnt.

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