welt.de 20 Jul 2008 Nr. 5049

Intelligente Menschen glauben seltener an Gott

Ein britischer Psychologe hat heftige Kontroversen ausgelöst: Er vertritt die These, intelligente Menschen glaubten seltener an Gott. Lynn polarisiert nicht das erste Mal: Er war bereits mit starken Meinungen über den Zusammenhang von Rasse, Geschlecht und Intelligenz aufgefallen.

 

Mit der These, dass intelligente Menschen seltener an Gott glauben, stößt der nordirische Psychologie-Professor Richard Lynn auf Kritik. Der Emeritus der Universität Ulster argumentiert laut britischen Medienberichten vom Donnerstag, dass die „intellektuelle Elite" deutlich mehr Atheisten vorweise als der Durchschnitt. Der Rückgang religiöser Bräuche sei daher eine direkte Konsequenz der steigenden Durchschnittsintelligenz.

Kritiker sehen in Lynns Forschungsergebnissen eine zu starke Vereinfachung.