(* 25. Januar 1874 in Paris; Δ 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza) war ein englischer Dramatiker und Schriftsteller.
Maugham war der Sohn eines englischen Anwalts, der in Paris für britische Klientel tätig war. Seine Eltern starben, als er noch ein Kind war, und so verbrachte er seine Jugend unter der Aufsicht eines frömmlerischen Onkels und in Internaten. Er litt unter Stottern. Unter dem Druck seines Onkels studierte er Medizin, entdeckte aber früh sein Talent zum Schreiben und widmete sich nach bestandenem Examen ganz der Schriftstellerei. Ab 1907 hatte er damit kommerziellen Erfolg und wurde einer der berühmtesten Schriftsteller seiner Zeit. Während des Ersten Weltkrieges arbeitet Maugham für den englischen Geheimdienst, was er später auch literarisch verarbeitete. Er ist ein Vertreter des individualistischen Realismus und versucht eigenwillig die wahren Motive für menschliche Handlungen aufzuspüren. Seine Stücke sind durch geistreichen Witz, Gesellschaftskritik und Zynismus gekennzeichnet. In vielen seiner Werke wird sein Agnostizismus immer wieder deutlich.
Sein äußerlich glanzvolles Leben, dank 10 Millionen verkaufter Buchexemplare schon zu seinen Lebzeiten, blieb jedoch immer überschattet. Maugham hat lange seine homosexuellen Beziehungen aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung nur heimlich leben können. Im Rückblick sagte er:
"Ich war ein Viertel 'normal' und drei Viertel schwul. Aber ich versuchte mich selbst zu überzeugen, dass es umgekehrt war. Das war mein größter Fehler".