Katholische Kirche

Kathedrale von Salamanca

Priester nach Missbrauch Minderjähriger ins Ausland gesendet

Die spanische katholische Kirche fällt im Rahmen der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen immer wieder besonders negativ auf. Vertuschung, Schweigegeld für Opfer, Schutz der Täter vor Behörden und vieles mehr wurde und wird aufgedeckt. Was schon jetzt nach einem besonders dick aufgetragenen Fortsetzungs-Krimi klingt, steigert sich noch. Hat die spanische katholische Kirche doch ihre Pädophilen sogar ins Ausland verschoben.

Unterwerfung, jeden Sonntag

Mit einem Aktionstag fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands eine grundlegende Reform ihrer Kirche: keine Machtstrukturen, eine andere Sexualmoral – lauter prima Anliegen. Ebenso gut könnte man allerdings fordern, dass der FC Bayern München sich in einen Lyrikverlag umwandelt.

Priester wegen sexuellen Missbrauchs suspendiert – Vatikan hebt Strafe auf

In den letzten Monaten und Jahren hat sich gezeigt, dass die katholische Kirche weltweit sexuelle Übergriffe auf Minderjährige durch ihre eigenen Amtsträger vertuscht hat. Nach Chile, Deutschland und den USA blicken alle nun nach Italien. Im Vatikan scheint der Wunsch zu leugnen und zu vertuschen noch immer besonders hoch. Betroffenen-Organisationen kämpfen um Gehör. Nun wurde aus Rom auch noch die 2016 verhängte Suspendierung eines Schweizer Geistlichen wegen sexueller Übergriffe zurückgenommen. Begründung: Der Mann sei zu alt.

Schweigegeld für Missbrauchsopfer

Die Gläubigen laufen der katholischen Kirche scharenweise davon. Grund dafür sind auch die weltweit aufgedeckten Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch katholische Würdenträger sowie deren Vertuschung. In Spanien scheint letztere für manche Kleriker noch immer das Mittel der Wahl zu sein. Besonders hervorgetan in Bezug auf Vertuschung und Angebote von Schweigegeld hat sich der Bischof von Salamanca.

Katholische Kirche nach Missbrauchsfällen auf Vertrauenstiefstand

Nachdem in Chile sexueller Missbrauch Minderjähriger durch den Klerus und dessen jahre- bis jahrzehntelange Vertuschung durch hochrangige katholische Amtsinhaber bekannt geworden ist, hat die Kirche dort stark an Ansehen und Vertrauen verloren. Auch der Besuch des Papstes zu Beginn des Jahres konnte das Image der Kirche nicht retten. Die Menschen stuften die päpstlichen Entschuldigungen sowie den Willen zur Aufklärung und zur Verhinderung neuer Verbrechen als nicht ausreichend und nicht glaubwürdig genug ein.

Spanien informiert Vatikan über geplante Abschaffung der Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch Minderjähriger

Die spanische Regierung hat verkündet, sexuellen Missbrauch Minderjähriger in Zukunft nicht mehr verjähren zu lassen. Dazu ist die Änderung der Gesetzeslage notwendig. Sexuelle Übergriffe auf Minderjährige stehen dann in einer Reihe mit Verbrechen wie terroristischen Morden und Genozid, die ebenfalls nicht verjähren. Regierungsvertreterin María del Carmen Calvo Poyato informierte den Vatikan im Rahmen eines Besuches über die Neuerung.