Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Tim Julian Ruster bei "Skeptics in the Pub" Köln

Die Zerstörung der flachen Erde

"Du hohle Mettwurst!", "Ihr blöden Globusen!" – wenn Tim Julian Ruster solche "Fanpost" bekommt, dann weiß er: Es gibt sie wirklich da draußen. Menschen, die selbst im Jahr 2020 noch glauben, dass die Erde flach ist. Im Kölner Planetarium und auf seinem YouTube-Kanal "Astro-Comics TV" erklärt er regelmäßig, was sich im Weltall so abspielt – und trifft immer wieder auf sie. Als Gast beim zweiten Online-Termin von "Skeptics in the Pub" Köln am 21. September hatte Ruster so einiges zu berichten.

Skeptiker 3/2020 erschienen

Sexueller Missbrauch: Falsche Erinnerung durch Psychotherapie

Zu Unrecht beschuldigt: Wenn Erwachsene ihren Familienmitgliedern plötzlich sexuellen Missbrauch in der Kindheit vorwerfen, geschieht dies meist im Zuge einer bestimmten Form von Psychotherapie. Die Klienten glauben dann, sich an Vorfälle zu erinnern, die nie stattgefunden haben. Bestärkt werden sie von Therapeuten, die an der Entstehung solcher Falscherinnerungen unbeabsichtigt mitgewirkt haben.

Cover des Skeptiker-Sonderhefts

Skeptiker-Sonderheft 2020 erschienen

Das Virus der Verschwörungstheorie

Die Mythen und Verschwörungserzählungen, die sich rund um das Coronavirus ranken, sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dem widmet der Skeptiker, die Zeitschrift der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), eine Sonderausgabe.

Impfung: Schwedische Studie widerlegt den Autismus-Mythos

Ein kleiner Pieks als Preis für den Schutz vor einer potenziell lebensbedrohlichen Infektion – für viele Menschen auf der Welt ein Wunschtraum. Geradezu paradox erscheint es da, dass gerade im wohlhabenden Deutschland der Argwohn gegenüber Schutzimpfungen salonfähig geworden ist. Da wird Schwangeren beispielsweise von der Grippe-Impfung abgeraten – das Kind könnte später Autismus entwickeln, hört man bisweilen. Ein unsinniger Ratschlag, der sogar gefährlich werden kann.

Dr. Holm Hümmler

Holm Hümmler bei "Skeptics in the Pub Köln"

Corona: Die Epidemie der Verschwörungsmythen

Ein paar Stunden lang sah es so aus, als wäre bald ein Ende in Sicht. Schon für Herbst kündigte das Robert Koch-Institut am Mittwoch einen Corona-Impfstoff an – zog die Pressemeldung jedoch schon am selben Abend wieder zurück. Indessen steigen die Fallzahlen, und auch die "Epidemie der Verschwörungymythen" wird wohl weiterhin grassieren. Ein brandaktuelles Thema also, das die Kölner Skeptiker für ihren ersten Online-Vortrag gewählt hatten. Mit dem Physiker und Buchautor Dr. Holm Hümmler saß ein anerkannter Fachmann und Szenekenner vor der Kamera.

Missbrauch auch im Paradies.

Fidschi: Ein Refugium für pädophile Priester?

Mit einer Drohung gegen Unbekannt reagiert die katholische Kirche in Fidschi auf Missbrauchsvorwürfe gegenüber Priestern, Lehrern und Ordensbrüdern. Peter Loy Chong, der als Erzbischof von Suva das höchste katholische Kirchenamt des Inselstaats innehat, kündige an, derartige Beschuldigungen würden innerhalb der Kirche verfolgt und der Polizei mitgeteilt.

Schlappe für homophobe Kirchenmänner

In Gabun ist Homosexualität wieder erlaubt

Schwule und Lesben in Gabun müssen nicht mehr mit dem Gefängnis rechnen. Das Parlament in dem westafrikanischen Staat votierten Ende Juni für eine Abschaffung des Homosexualität-Verbots. Doch bis zuletzt hatte eine Gruppe von Priestern versucht, die Legalisierung zu kippen.

Proteste gegen die Maskenpflicht in Florida

"Auch mit Mundschutz könnt ihr Gott nicht entkommen!"

Die Corona-Pandemie hat die USA fest im Griff und der Staat Florida gehört zu den Hotspots. 169.098 bekannte Akutfälle und 3.616 Todesopfer zählt die Statistik am 3. Juli. Um die Infektionswelle einzudämmen, haben die Behörden im Bezirk Palm Beach County Ende Juni die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit beschlossen. Das Votum war einstimmig, doch in der vorangegangenen öffentlichen Anhörung sahen sich die Entscheider*innen mit wütenden Protesten aus der Bevölkerung und kruden Verschwörungsmythen konfrontiert.

Erste britische Richterin mit Hijab sieht sich als Pionierin

Mit Kopftuch auf der Richterbank

Raffia Arshad ist die erste Richterin mit Kopftuch in Großbritannien. Während der Hijab in säkularen Kreisen als Symbol für ein menschenverachtendes Frauenbild gilt und das Tragen im öffentlichen Dienst in Deutschland heftig debattiert wird, präsentiert sich Arshad als Vorkämpferin für gesellschaftliche Vielfalt. Sie wolle Frauen ermutigen, Karriere zu machen, auch mit Kopftuch, erklärt die 40-Jährige im Zeitungsinterview.