In den USA scheiterte die Hinrichtung einer 50-jährigen Mörderin. Töten gilt weltweit als schlimmes Verbrechen. Erlaubt ein Staat aber die Todesstrafe, ist die Tötung legitimiert.
Papst Leo XIV. hat bei seinem viertägigen Frankreichbesuch für katholische Werte geworben, Abtreibung und Sterbehilfe kritisiert und junge Menschen zum Engagement für die Kirche aufgerufen. Zugleich traf er in Lourdes Opfer sexuellen Missbrauchs. Für Irritationen sorgte die Teilnahme von Staatspräsident Emmanuel Macron an der Abschlussmesse in Metz.
Eine Recherche von Haaretz wirft neue Fragen darüber auf, welche Warnungen die israelische Regierung vor dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 erreichten. Im Zentrum steht der Vorwurf, Benjamin Netanjahu sei vor einem geplanten Großangriff gewarnt worden, habe die Hinweise jedoch nicht an die Sicherheitsführung weitergegeben. Was tatsächlich wann bekannt war und welche Konsequenzen daraus gezogen wurden, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Ab Anfang kommenden Jahres sollen Medikamente zum Schwangerschaftsabbruch in Südkorea legal erhältlich sein. Damit unternimmt das Land einen bedeutenden Schritt zu einer besseren Versorgung von ungewollt Schwangeren. Obwohl die Abtreibung seit 2021 formal entkriminalisiert ist, fehlte bislang ein staatlicher Versorgungsrahmen. Die Medikamente sollen zunächst unter ärztlicher Aufsicht ausgegeben werden.
Bei Razzien in der Türkei sind mehrere LGBTQ-Organisationen ins Visier genommen worden. Während darauffolgender Proteste kam es zu etlichen Festnahmen. Die Ereignisse sind Teil einer langen Reihe an Repressalien der türkischen Regierung gegenüber queeren Menschen.
Am 16. September 2022 starb die 22-jährige Jina Mahsa Amini in Teheran. Ihr Tod wurde zum Auslöser einer landesweiten Protestbewegung im Iran und machte den Ruf „Frau, Leben, Freiheit“ weltweit bekannt. Vier Jahre später ist dieser Ruf aktueller denn je: Er steht für den Kampf von Frauen gegen Unterdrückung, für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und die Achtung der Menschenwürde.
Nachdem Ratko Mladić, der für das Massaker von Srebrenica verantwortlich war, im UN-Gefängniskrankenhaus von Den Haag gestorben war, wurde er in Belgrad mit militärischen Ehren bestattet. Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije Perić leitete den Gottesdienst und würdigte den verurteilten Kriegsverbrecher als christlichen und aufopferungsvollen Serben.
Donald Trump und seine MAGA-Bewegung werden im politischen Diskurs häufig als Faschisten betitelt. Sucht man nach derartigen Überschneidungen, ergibt sich jedoch ein differenziertes Bild.
Die Merz-Regierung hat sie geöffnet, die Taliban haben ihren Fuß in die Tür bekommen und jetzt stoßen die Islamisten sie auf: Für mehr Abschiebungen nach Afghanistan brauchen die Taliban mehr Personal in Deutschland. Die Bundesregierung erlaubt mehr Glaubenskriegern die Einreise nach Deutschland, obwohl sie das Taliban-Regime in Afghanistan offiziell nicht als Regierung anerkennt.
Ein Entwurf der von Donald Trump eingesetzten Religious Liberty Commission behauptet eine angebliche Beschneidung religiöser Freiheiten in den USA. Neben abstrusen geistesgeschichtlichen Schuldzuweisungen liefert das Papier konkrete Empfehlungen, um die strikte Trennung von Staat und Kirche aufzuweichen. Damit entpuppt sich der Bericht als ideologisches Gefälligkeitsgutachten für die christliche Rechte, das den säkularen Verfassungsstaat gezielt aushöhlen soll.