Da muss ich als Ökonom mit 25 Jahren Lehrtätigkeit widersprechen. Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht oder nur schwer zusammen kommen, wie das wohl manchmal im Handwerk der Fall ist oder sein soll, kann das an Vielem liegen. Niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen, zu hohe Lebenshaltungskosten, aber tatsächlich nicht an der Nachfrage, aber auch nicht an den Sozialabgaben oder "Gleichmacherei". Im Gegenteil: soziale Sicherung verringert Fehlzeiten und erhöht die persönliche Produktivität des Arbeitenden. Die sogenannte "Anreizkompatibilität" ist ein neoliberaler Mythos. Vom neoklassischen Standpunkt hat die Linke die Grundprinzipien der Wirtschaft einfach besser verstanden.