Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Missionierung in Geschenkpapier

In der Weihnachtszeit macht man gern Geschenke und spendet bereitwillig für einen guten Zweck. Als geschickte Verbindung von beidem inszeniert sich die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton", veranstaltet von einer Organisation namens "Samaritan's Purse". Alljährlich ruft sie dazu auf, kleine Präsente wie Kleidung, Hygieneartikel, Stofftiere und Spielzeug, Schulmaterial oder Süßigkeiten in eine Schuhschachtel zu packen und an einer Sammelstelle abzugeben.

Weshalb glauben Menschen an Verschwörungserzählungen?

Tendenziell ängstlich, emotional labil, aber auch offen für neue Erfahrungen – diese scheinbar widersprüchlichen Persönlichkeitseigenschaften haben Wuppertaler Psychologen vermehrt bei Menschen festgestellt, die zu Verschwörungstheorien neigen. Dies gelang mit einem neu entwickelten Messverfahren, das dazu beiträgt, die Bereitschaft zum Verschwörungsdenken weltweit besser zu verstehen.

Corona – wer konnte das schon voraussehen?

Tja, 2020 "hätte das Jahr der Hellseher werden können", resümiert der Mainzer Mathematiker Michael Kunkel, der seit beinahe 20 Jahren für die GWUP esoterische Vorhersagen sammelt und prüft, ob sie eingetroffen sind. Über hundert Prophezeiungen waren es heuer, aus Büchern, Youtube-Videos, Pressemeldungen, Blogs und Websites.

Dr. Rainer Rosenzweig

Die Stimme der Konfessionsfreien

Das säkulare Spektrum in Deutschland ist bunt, zusammengesetzt aus einer Vielzahl von Verbänden mit unterschiedlichen Zielen. Während etwa der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Kitas und Sozialstationen betreibt, versteht sich die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) als Think Tank und wieder andere legen den Fokus auf ein ganz bestimmtes Angebot, etwa die Jugendweihe. Zusammengeschlossen haben sie sich 2008 im Koordinationsrat säkularer Organisationen in Deutschland (KORSO).

Wo sitzt der Geist?

Hier das Gehirn, dort der Geist: Die meisten Menschen im Westen glauben, dass hinter Erleben und Empfinden mehr stecken muss als die grauen Masse in unserem Schädel. Dennoch: "Wenn man nicht weiß, wie man seine Kinder erziehen soll oder ob ein Straftäter ins Gefängnis gehört, fragt man einen Hirnforscher." Einen wie Prof. Dr. John-Dylan Haynes , den Eröffnungsredner des diesjährigen Symposiums Kortizes.

Prof. Wolf Singer

Wie intelligent ist die künstliche Intelligenz?

Prof. Wolf Singer ist emeritierter Direktor am Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung und Gründungsdirektor des Ernst-Strüngmann-Institutes und des Frankfurt Institute for Advanced Studies. Darüber hinaus initiierte er die interdisziplinäre Konferenzreihe "Ernst-Strüngmann-Forum". Am Samstag, 14. November, wird Wolf Singer im Rahmen des heute beginnenden virtuellen Symposiums Kortizes über die Unterschiede zwischen natürlicher und künstlicher Intelligenz sprechen. Im Vorfeld hat sich Inge Hüsgen mit ihm unterhalten.

"Wo sitzt der Geist?": Debatten im virtuellen Raum

Seit Gründung des Instituts Kortizes 2017 gehört das jährliche Symposium zu den Highlights im Programm. Das Konzept: Ein langes Wochenende mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung, die über Themen der Kognitions- und Neurowissenschaften diskutieren. Am übernächsten Wochenende, 13. bis 15. November, ist es wieder soweit – diesmal online.

Mogelpackung: Homöopathie soll ins bayerische Gesundheitsministerium

Eines muss man der bayerischen Regierung lassen: Timing können sie. Bald beginnt die Nominierungsphase für das "Goldene Brett" 2020. Dann kann wieder jeder und jede Vorschläge einreichen, wer in diesem Jahr den Negativpreis für den "größten pseudowissenschaftlichen Unsinn" des Jahres erhalten soll. Bereits jetzt steht fest, dass es eine harte Konkurrenz geben wird. Wer in diesem Feld die Nase vorn haben will, muss schon Besonderes leisten.

Endorphine: Der Stoff, der Gemeinden zusammenhält

Endorphine sind körpereigene Stoffe, die Euphorie auslösen, Schmerzen lindern und dafür sorgen, dass Menschen sich miteinander verbunden fühlen. Der Körper schüttet sie unter verschiedenen Bedingungen aus, auch bei religiösen Ritualen. Kann das Gehirn jedoch keine Endorphine mehr verarbeiten, schwindet auch das Gefühl der Verbundenheit.