Religionen

Petersplatz, gesehen von der Kuppel des Petersdomes

Guter Jesus, schlechte Kirche?

Es sollte sich doch inzwischen längst herumgesprochen haben: Wir leben im 21. Jahrhundert. Schaut man allerdings auf statistische Werte, dann sind diese für jeden halbwegs aufgeklärten Zeitgenossen erschreckend: Noch immer bekennt sich jeder dritte Mensch auf diesem Planeten zum christlichen Glauben, jeder zweite Christ ist katholisch und somit Mitglied der Weltkirche.

Bartholomäusnacht

Weichgespülte Kirchengeschichte

Angeregt von dem offenen Brief von Rolf D. Herzberg an Manfred Lütz anlässlich dessen beschönigendem Buch über die Geschichte des Christentums hat sich Dr. Josef Breinbauer ebenfalls dazu entschlossen, das Buch zu lesen. Der Geschichtswissenschaftler kommt dabei zu einem vernichtenden Urteil.

"Ist mein Vater im Himmel, obwohl er Atheist war?"

Mit dieser quälenden Frage wendet sich ein kleiner Junge bei einem öffentlichen Auftritt des Papstes an das Oberhaupt der katholischen Kirche. Der Papst entzieht sich einer Antwort, indem er das rhetorisch ermunterte Publikum antworten lässt. Kein Wunder, würde seine eigene, zwangsläufig an der katholischen Dogmatik orientierte Antwort dem kleinen Jungen doch das Herz brechen und den Papst als Unmenschen dastehen lassen.

Über eine fortdauernde und unzeitgemäße Beziehung

Es ist nicht gut bestellt um die säkulare Stabilität der deutschen wie der europäischen Gesellschaft(en). Demokratisch verfasste Gemeinschaften sehen eine Trennung von Staat und religiösen Organisationen vor, sind Garant freier Religionsausübung. Religiöser Pluralismus wird anerkannt und oftmals geschützt. Gläubige, Andersgläubige und Ungläubige müssen miteinander auskommen.