3.9.1859
Der Politiker Jean Jaurès wird geboren Mehr...
diepresse.com 9 Mär 2010 Nr. 9002
Das Web ist schon gleichwertig mit Wasserversorgung und Straßenbau zu sehen. Selbst Nicht-Surfer sehen im Internet-Zugang ein "fundamentales Recht". Viele sorgen sich um Meinungsfreiheit und staatliche Eingriffe.
Finnland und Estland haben es bereits vorgemacht: Internetzugang als Menschenrecht für ihre Bürger festgeschrieben. Eine weltweite Umfrage von GlobeScan im Auftrag der BBC zeigt, dass 79 Prozent den Zugang zum Web als ein Grundrecht ansehen. Befragt wurden 27.973 Erwachsene in 26 Ländern, davon 14.306 Internet-Benutzer. Dabei zeigte sich, dass selbst 71 Prozent derjenigen, die das Internet nicht nutzen, den Zugang zu dem Medium als "fundamentales Recht für alle Menschen" ansehen. Bei den Usern war die Quote mit 87 Prozent naturgemäß noch höher.
Die Ergebnisse sind Wasser auf die Mühlen von Organisationen, die sich seit Jahren für freien Internetzugang einsetzen. So will etwa auch die UNO einen allgemeinen Zugang weltweit ermöglichen. (...) Regierungen müssten Internet als grundlegende Infrastruktur behandeln, genauso wie Straßenbau, Müllabfuhr und Wasserversorgung. (...)
Mehr als die Hälfte der Befragten will keine staatlichen Einflüsse im Internet. (...) Anders sehen das die Europäer: So glauben etwa 55 Prozent der Briten, dass staatliche Eingriffe ins Internet durchaus berechtigt sind. Auch die Franzosen mit 52 Prozent liegen hier relativ weit vorne. (...)