Religionen

Sekten? Das sind immer die anderen

Was ist eine Sekte? Wie definierte man sektenhafte Glaubensgemeinschaften? Grundsätzlich kann man festhalten: Aus der Sicht von vereinnahmenden Gruppen sind – ausser natürlich sie selbst – alle anderen Sekten. Es zeigt sich: Der herkömmliche Begriff von Sekten ist längst überholt. Es braucht neue Definitionen.

USA: Menschen geben seltener Gott die Schuld an Pandemien oder Tragödien

Das Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center veröffentlichte in diesem Monat die Ergebnisse einer Befragung von 6.500 Personen in den USA. Die Ergebnisse zeigen auf, dass selbst Gläubige häufiger Menschen oder einfach Umstände für Tragödien oder die aktuelle Pandemie verantwortlich machen als Gott oder Satan. Und obwohl sich viele nach Katastrophen die Frage nach einem höheren Plan Gottes stellen, zweifelt kaum jemand am eigenen Glauben.

Neue Zensurregeln im Iran:

Keine roten Getränke für Frauen im TV

Ende September dieses Jahres sorgte die Ankündigung der iranischen staatlichen Rundfunkgesellschaft zu neuen Zensurregeln für einiges Kopfschütteln. Auf dem Bildschirm sollen in Zukunft keine Frauen mehr zu sehen sein, die rote Getränke zu sich nehmen, Sandwich oder Pizza essen oder Lederhandschuhe tragen. Auch die Interaktionen von Frauen und Männern sollen vor der Ausstrahlung stärker kontrolliert werden. Weniger Sichtbarkeit im Fernsehen ist jedoch nur ein Problem, dem Frauen im Iran gegenüberstehen.

Wo es bei der Aufklärung von Kindesmissbrauch in Religionsgemeinschaften hapert

Großbritannien: Vergebung statt Anzeige?

Sie brüsten sich mit dem Anspruch, ethische Werte zu pflegen und weiterzuvermitteln. Doch hinter der Fassade moralischer Autorität erweisen sich religiöse Glaubensgruppen oft als Brutstätte von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Ein Schlaglicht auf die Situation in Großbritannien wirft nun der kürzlich veröffentlichte Bericht "Independent Inquiry into Child Sexual Abuse" (IICSA). Demnach kommt es in den meisten großen Religionsgemeinschaften des Landes zu sexueller Gewalt an Kindern.

Im Operationssaal

Orthodoxe gegen Organspende

Lässt der Himmelspförtner nur unversehrte Leichen durch?

Die Menschen in der Schweiz sind zunehmend Solidaritätsmuffel. Man könnte es auch weniger schmeichelhaft formulieren: Wir verwöhnten und anspruchsvollen Eidgenossen zeichnen uns durch eine wachsende Portion Egoismus aus. Der zeigt sich bei der Corona-Impfung, aber auch bei der ständerätlichen Diskussion um die Organspende.

Wenn sich Religionen in den Intimbereich einmischen

Die Trennung von Kirche und Staat ist ein Postulat, das wohl eine Mehrheit der schweizer Bevölkerung befürwortet. Dahinter steckt die Überzeugung, dass spirituelle und alltägliche (säkulare) Bereiche zwei verschiedene Sphären oder Welten sind, die sich nicht allzu stark überschneiden sollten. Im Alltag sieht das jedoch anders aus.

Religionsausübung nur noch in Landessprache

Dänemark diskutiert Zwang zu Predigtübersetzungen

Gottesdienste soll es nur noch in Landessprache geben. Das fordert die dänische Regierung. Die Gesetzesinitiative ist als Mittel gegen den radikalen Islam gedacht. Dagegen regt sich Widerstand – unter anderem bei Matthias Alpen, evangelischer Pastor der deutschen Minderheit, aber auch bei Lone Ree Milkær, Vorsitzende des dänischen Humanistischen Verbands.