Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Über Verschwörungstheorien – Michael Butters Einführung zum Thema

Nichts ist, wie es scheint

Michael Butter, der Hochschullehrer für US-Kultur- und Literatur ist, legt mit "'Nichts ist wie es scheint' – Über Verschwörungstheorien" eine Gesamtdarstellung zum Thema vor. Mit leichter Hand werden Definitionen vorgenommen, Motive benannt und Entwicklungen beschrieben – all das in aufklärerischer Absicht.

Kurz, kritisch und knapp zur AfD

"Gäriger Haufen"

Der Politikwissenschaftler Hajo Funke und die Journalistin Christiane Mudra legen mit "Gäriger Haufen. Die AfD: Ressentiments, Regimewechsel & völkische Radikale" ein Buch zu der Partei vor. Zwar erhält man auf engem Raum eine informative und kritische Darstellung, die aber hinsichtlich der Einordnungen oberflächlich bis widersprüchlich ist.

Neues Nachschlagewerk erschienen

Begriffe und Vordenker der Neuen Rechten

Der Politikwissenschaftler Klaus-Peter Hufer legt mit "Neue Rechte, altes Denken. Ideologie, Kernbegriffe und Vordenker" ein Buch mit Ausführungen zu Begriffen und Vordenkern dieser Richtung vor. Während die theoretischen Teile nicht immer so gelungen sind, findet man doch wichtige Anregungen zur Dekonstruktion von "Kampfbegriffen" des gemeinten politischen Lagers.

Yascha Mounks Analysen zu den Gefahren des Populismus

Demokratie in der Zange

Der Politikwissenschaftler Yascha Mounks beschreibt in seinem Buch "Der Zerfall der Demokratie. Wie der Populismus den Rechtsstaat bedroht" die Gründe für entsprechende Wirkungen in der westlichen Welt. Mit leichter Hand macht er auf die gemeinten Bedingungsfaktoren und Entwicklungsprozesse aufmerksam und liefert auch Betrachtungen zu Gegenmitteln – wodurch eine notwendige öffentliche Debatte angeregt werden könnte.

Rechtsterrorismus in Deutschland im Vergleich

Der Politikwissenschaftler Sebastian Gräfe nimmt in seinem Buch "Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen erlebnisorientierten Jugendlichen, 'Feierabendterroristen' und klandestinen Untergrundzellen" im Lichte des NSU einen systematischen Vergleich vor. Die Arbeit beeindruckt durch die intensive Aufarbeitung des Datenmaterials und die systematische Analyse über fünf Untersuchungskriterien.

Rezension

Diskursanalysen zum Rechtspopulismus

Die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak legt in ihrem Buch "Politik mit der Angst. Zur Wirkung rechtspopulistischer Diskurse" Reflexionen zu Ausgrenzung, Identitätsversprechen, Nationalismus und Provokationen durch einschlägige politische Akteure vor. Dabei arbeitet die Autorin eine Fülle von Gemeinsamkeiten heraus, welche anhand von Fallbeispielen ganz unterschiedlicher Populisten in verschiedenen Ländern verdeutlicht werden.

Olivier Roy zu einem Deutungsversuch des Dschiahdsismus

Islamisierung der Radikalität?

Der bekannte französische Islamismus-Experte Olivier Roy legt in seinem Buch "'Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod'. Der Dschihad und die Wurzeln des Terrors" eine komprimierte Deutung zum Thema vor, welche in der Islamisierung der Radikalität die zentrale Ursache sieht. Man kann hier in komprimierter Form die Position eines bekannten Forschers zum Thema kennenlernen, wobei sie doch sehr stark in diese einseitige Richtung gehalten ist und den Ideologiebezug doch allzu sehr als austauschbaren Platzhalter versteht.

Folgewirkungen sozialer Ungleichheit – kritische Studie eines britischen Ökonomen

Warum wir uns die Reichen nicht leisten können

Der Ökonom und Sozialwissenschaftler Andrew Sayer erörtert in seinem Buch "Warum wir uns die Reichen nicht leisten können" die Folgewirkungen ansteigender sozialer Ungleichheit im weltweiten Maßstab. Er kann seine diesbezüglichen Einwände anhand von einer Fülle von Daten belegen und setzt sich auch präventiv kritisch mit möglichen Einwänden auseinander, will aber auch mehr eine Analyse und weniger ein Manifest vorlegen.