Gerichtsurteil

Das Kopftuchverbot in kirchlichen Krankenhäusern

BERLIN. (hpd) Das Tragen von Kopftüchern durch muslimische Frauen beschäftigt nicht nur die öffentliche Debatte, sondern auch immer wieder die Arbeitsgerichte. Jüngst urteilte nun das Bundesarbeitsgericht kirchliche Einrichtungen seinen grundsätzlich berechtigt, muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen eines Kopftuchs zu untersagen.

Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts

Religionsfreiheit in Deutschland

Am Mittwoch hat das Bundesarbeitsgericht einer evangelisch geführten Klinik Recht gegeben, die einer Frau mit Kopftuch kündigte.

Traditionelles jüdisches Beschneidungswerkzeug (im Jewish Museum (New York City)), 19. Jahrhundert (CC BY-SA 2.0)

Israel

Erfolg gegen "Beschneidungsanordnung"

BERLIN. (hpd) Im Herbst 2013 verurteilte ein Rabbinergericht in Israel auf Antrag des geschiedenen Ehemannes die Mutter Elinor D., den gemeinsamen einjährigen Sohn beschneiden zu lassen; die Mutter sollte mit der Verhängung eines Zwangsgeldes von umgerechnet 140 US-Dollar pro Tag zur Durchführung der Beschneidung gezwungen werden. Elinor D. weigerte sich und erhielt mittlerweile vor dem von ihr angerufenen höchsten Gericht Israels (High Court of Justice) Recht.

Emel Zeynelabidin, Foto: privat

Mit einem Zelt kann man nicht reden

BERLIN. (hpd) Der Islam werde von vielen Muslimen als Gesetzesreligion missverstanden und der Koran müsse vielmehr in seinem historischen Kontext als “Universalbotschaft” gelesen werden. Das sagt die Autorin Emel Zeynelabidin im hpd-Interview zur Entscheidung des EGMR zum Burka-Verbot.

Arbeitsgericht Frankfurt/M.

Zwei Urteile gegen konfessionslose Bewerber

BERLIN / FRANKFURT. (hpd) Eine Referentin für Antirassismus wurde vom Diakonischen Werk aufgrund ihrer Konfessionslosigkeit abgelehnt, ein Assistenzarzt von einer evangelischen Klinik. Sie stand nach einem Sieg vor dem AG Berlin kürzlich vor dem LAG Berlin-Brandenburg, er vor dem AG Frankfurt/M. Ihr beschied der konservative Richter, die Kirche dürfe Konfessionslose diskriminieren. Er musste sich anhören, seine völlig aussichtslose Klage sei reine Prinzipienreiterei. Der hpd sprach mit den beiden.

Geldstrafe gegen "Alternativmediziner"

Ein sich selbst als "Medizin Biokybernetiker und Zellforscher" bezeichnender Mann, der in Limburg eine Heilpraxis betreibt, wurde wegen eines Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz zu einer Geldstrafe verurteilt.

Kirche und Geld

Vor dem Oberlandesgericht München (OLG) hatten Gläubiger geklagt, deren Schuldner der Russisch Orthodoxe Kirche einen großen Betrag gespendet hat.