Peter Kurz

Der Autor hat viele Jahre als Redakteur in der Nachrichtenredaktion einer Tageszeitung gearbeitet. Er ist ausgebildeter Jurist mit beiden Staatsexamen. 

Artikel des Autoren

7 Mio für den ev. Kirchentag

Geldübergabe vor dem Altar

Nach der Zusage von 5,8 Millionen Euro durch die Stadt Düsseldorf unterstützt nun auch das Land Nordrhein-Westfalen den Evangelischen Kirchentag im Mai 2027 in Düsseldorf mit zusätzlich sieben Millionen Euro aus Steuermitteln. Die Geldübergabe wurde im Rahmen eines Pressetermins in einer evangelischen Kirche vollzogen. Die Verantwortlichen wählten dafür als schmückenden Hintergrund den Gekreuzigten und den Altar der Johanneskirche in der Düsseldorfer Innenstadt.

Gebäude des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg

Menschenrechtsgerichtshof unter politischem Druck

Ob Russland, die USA oder auch Israel – im weltweiten Maßstab zeigt das Handeln der Akteure die Tendenz, dass das Völkerrecht und die Menschenrechte nicht mehr ernst genommen und eklatant verletzt werden. Der verhängnisvolle Trend setzt sich auf europäischer Ebene fort, Darauf macht die Menschenrechtsorganisation Norwegian Helsinki Committee in einem eindringlichen Aufruf aufmerksam. Der Vorwurf: Die Autorität des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs werde insbesondere in Fragen des Flüchtlingsschutzes von einigen Mitgliedsstaaten des Europarats ganz offen untergraben.

Protest bei Verkündung des Kirchentagsmottos

Du bist kostbar? Nein, du bist kostspielig!

Der Evangelische Kirchentag, der vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf stattfindet, stößt weiterhin nicht auf ungeteilte Zustimmung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Das erfuhren die Kirchenvertreter jetzt bei ihrem Pressetermin, bei dem sie ihr Motto "Du bist kostbar" vorstellten. Damit wollen sie ihre Kampagne in den kommenden Monaten im Stadtbild präsentieren. Der "Düsseldorfer Aufklärungsdienst" setzte bei eben diesem Pressetermin mit einem drei Meter großen Banner seine Sicht der Dinge dagegen: "Du bist kostspielig: 5.800.000 Euro".

Im Gesundheitsausschuss

Versorgungssicherheit bei Schwangerschaftsabbrüchen – was tun?

Wird der Staat seinem Versorgungsauftrag mit Blick auf gesetzeskonforme Schwangerschaftsabbrüche gerecht? Wird die Lage noch dadurch verschärft, dass sich Kliniken in gemischt-konfessioneller oder katholischer Trägerschaft weigern, nicht einmal medizinisch indizierte Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen? Das war Thema bei einer Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags.

Achteinhalb Jahre für Jacques Tilly

Ein Moskauer Gericht hat den Düsseldorfer Bildhauer und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Haft und umgerechnet 2000 Euro Geldstrafe verurteilt. Auch verhängte das Strafgericht ein vierjähriges Arbeitsverbot gegen Tilly.

Presseberichte

Brian kommt am Karfreitag erstmals auch nach Düsseldorf

Die Bochumer Mitstreiter von "Religionsfrei im Revier" wie auch die gbs-Regionalgruppe Stuttgart hatten schon früher Pionierarbeit geleistet und das Vorführen des Films "Das Leben des Brian" am Karfreitag gegenüber Behörden und Gerichten erstritten. Diese Vorarbeit nutzte nun auch der "Düsseldorfer Aufklärungsdienst", um nicht nur den Spaß nach Düsseldorf zu holen, sondern auch gesellschaftspolitisch in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ein Zeichen zu setzen. Wie die Düsseldorfer Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) das geschafft hat und wie auch andere Regionalgruppen es nachmachen können, zeigt diese "Betriebsanleitung".

Erste Führung auf dem neuen Evolutionsweg in Düsseldorf

Die spannendste Geschichte der Welt

Der "Düsseldorfer Aufklärungsdienst" (DA!) hat seinen Evolutionsweg mit einem Fest wiedereröffnet. Neu gibt es jetzt einen jederzeit von überall abrufbaren Audioguide, der die 20 Schilder auf dem Weg der Geschichte der Erde und des Lebens besonders anschaulich und spannend erklärt. So spannend, dass ein Besucher am Sonntag sagte: Es wäre doch schön, wenn die Printversion dieser Schöpfungsgeschichte in den Nachtschränkchen von Hotelzimmern läge.

Leere Kirche

Der Schrumpfungsprozess geht weiter

In Deutschland schrumpfen die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche beständig weiter. Carsten Frerk, Projektleiter der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid), sieht dies als eines der Kernergebnisse der Zahlen, die die beiden großen Amtskirchen soeben veröffentlicht haben: "Es gibt keine Verringerung im Rückgang der Mitgliederzahlen. War es in den Jahren bis 2016 jährlich rund ein Prozent Verringerung, sind es seit 2022, also in den letzten vier Jahren, rund drei Prozent pro Jahr", sagte er im Gespräch mit dem hpd.

Sitz des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg

Kirchenaustritt rechtfertigt keine Kündigung

Aus der katholischen Kirche ausgetreten und deshalb die Stelle verloren – diese böse Erfahrung musste eine Mitarbeiterin des katholischen Wohlfahrtsverbands Caritas machen. Doch sie wehrte sich durch die gerichtlichen Instanzen – bis hin zum Bundesarbeitsgericht. Dieses höchste deutsche Arbeitsgericht legte die Sache dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor. Und der sagte nun: Der Kirchenaustritt allein kann keine ausreichende Begründung für die Kündigung sein. Das Bundesarbeitsgericht muss diese Vorgabe aus Luxemburg bei seinem nun noch ausstehenden Urteil berücksichtigen.

"Hängemattenbischof" in Paderborn

Die "Wagenburgmentalität der katholischen Kirche"

Es war deutlich schlimmer als bislang gedacht: Im Erzbistum Paderborn sind in den Jahren 1941 bis 2002 viel mehr Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht worden als bisher bekannt. Das ist das Ergebnis einer von der Universität Paderborn vorgestellten Studie. Es gebe 210 Hinweise auf Beschuldigte, die in dem analysierten Zeitraum 489 Kinder und Jugendliche missbraucht haben sollen.