Religionen

Demonstration vor dem SCOTUS

Kommentar

Dieses Haus bedient keine Homosexuellen

Mit dem Fall "303 Creative LLC v. Elenis" hat der Supreme Court of the United States (SCOTUS) kurz vor der Sommerpause noch einmal für entsetztes Staunen gesorgt. Angehörige sogenannter "expressiver Berufe" – wen genau das umfasst ließ der SCOTUS unglücklicherweise unbezeichnet – dürfen künftig offen Menschen diskriminieren, deren Lebensweise ihren eigenen religiösen Überzeugungen widerspricht. Fehlgeleiteter hätte dieses Urteil kaum sein können: Ein Kommentar.

Kirche in Manhattan

Religiöse und politische Erziehung

Kinder ohne Religion werden gottlose Erwachsene

Laut einer Umfrage des "Pew Research Centers" finden amerikanische Eltern Religion wichtiger als politische Werte. Jedenfalls möchten sie ihren Kindern eher ihre eigene Religion vermitteln als ihre politische Weltsicht. Als besonders hartnäckig erweist sich das protestantische Christentum – trotzdem sind gottlose Eltern erfolgreicher bei der Übertragung ihrer religiösen Ansichten.

Abergläubisch sind immer die anderen

Der Begriff des Aberglaubens hat eine lange Geschichte und wurde dem Zeitgeist und der religiösen Entwicklung entsprechend mehrfach umgedeutet. Wurde er in früheren Zeiten relativ neutral interpretiert und wertfrei verwendet, haftet ihm seit mehreren Jahrzehnten eine negative Konnotation an.

Warum Religionen Angst und Schrecken verbreiten

Satan, Hölle, Apokalypse

Die Angst ist unser treuer Begleiter durchs Leben und hat viele Formen: Angst vor Krankheiten, Angst vor Unfällen, Angst vor dem Tod, die Angst, verlassen zu werden oder zu versagen. Die psychischen Ängste sind überlebenswichtig. Sie helfen, die Gefahren richtig einzuschätzen und die Risiken zu minimieren. Sie können gleichzeitig das Leben behindern: Wenn wir überängstlich reagieren, werden wir zu Sklaven der Angst.

Wer auf Gott schwört, ist vor Gericht glaubwürdiger

In Ländern wie Großbritannien, Australien, Irland und den USA können Angeklagte und Zeugen vor Gericht wählen, ob sie ihre Aussage durch einen Eid mit Gottesbezug oder durch eine säkulare Formel bekräftigen. Obwohl juristisch beide Versionen gleichwertig sind, schätzen Geschworene Aussagen unter der religiösen Eidesformel als glaubwürdiger ein, wie eine aktuelle britische Studie belegt.

Kommentar

Feiertage säkularisieren

Gerade liegt Ostern hinter uns. Der gestrige Ostermontag war ein gesetzlicher Feiertag in Österreich. Doch hat dieser Tag auch für die Personen eine Bedeutung, die nicht der christlichen Religion angehören? Niko Alm fordert eine zeitgemäße Neuorganisation von Feiertagen, die die unterschiedliche (nicht-)religiöse Prägung der Menschen berücksichtigt.

Studie zum Einfluss von Covid auf die muslimische Welt

Im Zeitraum von Ende 2020 bis Anfang des Jahres 2021 führten Doktor A. Kadir Yildirim und sein Team eine Untersuchung zur Auswirkung der Covid-19 Pandemie auf die muslimische Welt durch. Man stützte sich vor allem auf eine Befragung muslimischer Gläubiger in Ägypten, Indonesien, Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei. Die Auswertung zeigte, dass die Hinwendung zu Gebeten und religiösen Schriften in der Krise zugenommen hat.

Kirche im ländlichen Uganda

Uganda: Parlament billigt noch strengeres Gesetz zur Verfolgung von LGBTQ

Vergangene Woche wurde im ugandischen Parlament eine noch strengere Gesetzgebung gegen Homosexualität verabschiedet. Dass Präsident Yoweri Museveni das Gesetz unterzeichnet, scheint sicher zu sein. Mit dieser Verschärfung wären nicht nur sexuelle Handlungen zwischen Personen gleichen Geschlechts verboten, sondern auch die Identifizierung als homosexuell, queer oder transgender. Darüber zu publizieren wäre ebenfalls verboten. Wer von Personen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen weiß, soll gezwungen werden, diese anzuzeigen.