Wissenschaft

Das letzte Porträt von Alexander von Humboldt von Julius Schrader (1859). Im Hintergrund der Chimborazo.

Humboldt im Netz

In einem gemeinsamen Projekt haben die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz und die Universität Potsdam drei Jahre lang die Amerikanischen Reisetagebücher des Wissenschaftlers Alexander von Humboldt erschlossen und digitalisiert. Nun können Humboldts Beobachtungen weltweit erforscht werden.

Junges Weißbüscheläffchen

Baby-Sprech bei den Weißbüschel-Äffchen

Nicht nur Menschen-Babys, auch die Weißbüschelaffen-Babys verfügen über eine Art "Baby-Sprech", das sich zwar anhört, als wollten sie etwas mitteilen, das aber nichts Bestimmtes bedeutet. Wachsen sie nicht mit ihren Eltern auf, bleiben sie lange in dieser Phase stecken oder mischen ihr "Baby-Babbeln" auch später noch immer wieder solchen Lauten mit gezielter Kommunikation unter.

Der junge Honecker

Wer war der Generalsekretär der SED und Vorsitzende des Staatsraates der DDR, Erich Honecker, bevor ihn Walter Ulbricht am 20. Mai 1945 im Berliner Lokal "Rose" entdeckte und für die Funktion des KPD-Jugendbeauftragten auserkor, woraus sich eine unglaubliche Karriere entwickelte? Wie wurde der "Dissident" und Kommunist sozialisiert, was prägte ihn bis an sein Lebensende? Was ist dran an dem sich aus der "Wende"-Zeit" fortschleppenden Verriss, er sei ein "notorischer Lebenslügner"? Der renommierte Historiker der DDR-Geschichte Martin Sabrow hat über ihn ein umfängliches, erkenntnisreiches und spannend zu lesendes Buch publiziert, das vom Kulturwissenschaftler Horst Groschopp rezensiert wird.

Wie Andersartigkeit entsteht

Am Anfang des Manifests steht die Schilderung eines Kusses. Eine Überschreitung nicht der Normen, sondern der Speziesgrenzen. Denn Ms. Cayenne Pepper, welche die Autorin mit ihrer Schlabberzunge beglückt, ist eine Australische Hirtenhündin. Donna Haraway fragt in ihrem "Manifest für Gefährten", das auf Amerikanisch "The Companion Species Manifesto. Dog, Men and Significant Otherness" heißt, nach Art und Andersartigkeit und deren Entstehen entlang von Geschichten und Geschichte.

Kind betet

Warum Katholiken ihren Glauben verlieren

Das katholische CARA-Center in den USA untersuchte die Frage, in welchem Alter katholisch getaufte Menschen sich vom Katholizismus abwenden und warum. Die Antwort: Die meisten verlieren den Glauben bereits als Kinder oder Jugendliche. Ein Hauptgrund für den Glaubensverlust ist die zunehmende naturwissenschaftliche Bildung.

Labormaus

Max-Planck-Gesellschaft verabschiedet Grundsatzerklärung zu Tierversuchen

Der Senat der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat eine Grundsatzerklärung (White Paper) zum Thema "Tierversuche in der Grundlagenforschung" verabschiedet. Die Max-Planck-Gesellschaft betont darin die Unverzichtbarkeit von Tierversuchen, bekennt sich aber auch zur besonderen Verantwortung des einzelnen Wissenschaftlers für die Versuchstiere und die mit Untersuchungen an Lebewesen verbundenen ethischen Probleme. Verschiedene Maßnahmen sollen verstärkt zum Wohlergehen der Tiere beitragen und eine Kultur der Fürsorge für die Tiere fördern.

Der Zufall, das Universum und du

"Der Zufall ist ein wichtiger Teil unseres Lebens; er hat uns fest in der Hand…." – diese Aussage wissenschaftlich zu untermauern, ist das Ziel des Buches und dem entsprechend lautet auch sein Untertitel "Die Wissenschaft vom Glück": "Leben ist ein riesengroßes Glücksspiel, in dem der Zufall eine alles überragende Bedeutung besitzt".

Katta-Gruppe

Frauenpower bei den Lemuren

Jane Goodall, Dian Fossey und Bituré Galdikas – drei Frauen, die legendär geworden sind. Feldforscherinnen der ersten Stunde. Alison Jolly studierte nicht wie sie Menschenaffen, sondern die Lemuren auf Madagaskar im Berenty Nationalpark, besonders die ringelstreifen-schwänzigen Kattas. Ihre Resultate sind nicht weniger spektakulär. So beobachtete sie in den achtziger Jahren erstmals die Frauenpower der Kattaweibchen über die Männchen.

Göttliches Übel

Schon Boethius hatte das Problem "in seinem berühmten Buch 'Vom Trost der Philosophie' in eine prägnante Frageform gebracht: Si deus, unde malum? Wenn es einen allgütigen, allwissenden und allmächtigen Gott gibt, woher dann die Leiden Unschuldiger, die Qualen Todkranker, die Gräuel des Krieges?" Es ist dieses Theodizee-Problem, die Frage nach der "Rechtfertigung der Güte und Weisheit Gottes angesichts der Weltübel", dem Gerhard Streminger in seinem in überarbeiteter Auflage erschienenen Buch über "Gottes Güte und die Übel der Welt" nachgeht und das er in aller Gründlichkeit analysiert.