Bildung

Am Mittwoch wurde in Berlin der "Deutsche Kitaverband" gegründet

"Erzieherinnen haben einen Bildungsauftrag – keinen Verkündigungsauftrag!"

Konfessionelle Träger stellen derzeit mehr als die Hälfte aller nichtstaatlichen Kitaplätze. Bislang hatten kleinere gemeinnützige oder privatgewerbliche Anbieter bundesweit kaum eine Chance, sich gegen das "bilaterale Kartell" des Staates und der großen Wohlfahrtsverbände durchzusetzen. Mit der am Mittwoch erfolgten Gründung des "Deutschen Kitaverbandes", der sich für freie, unabhängige Träger einsetzt, könnte sich dies ändern.

Das zweite Goetheanum in Dornach (1928 bis heute), Südansicht

100 Jahre Waldorfschule 2019:

Die Waldorfschule als Bekenntnisschule

Wenn Anthroposophen bei Artikeln von Andreas Lichte zur Waldorfpädagogik kommentieren, ist sicher, dass sie irgendwann schreiben: "Anthroposophie wird an Waldorfschulen nicht unterrichtet!" Der Erziehungswissenschaftlers Professor Klaus Prange widerspricht dieser Auffassung.

Ethikunterricht in Bayern:

77 Prozent der Lehrer unterrichten fachfremd

Es scheint unvorstellbar, dass ein Kind zum Beispiel im Fach Englisch von einem Lehrer unterrichtet wird, der kein Englisch spricht. Beim Fach Ethik geht das. An den bayerischen Gymnasien, Real- und Wirtschaftsschulen unterrichten 77 Prozent der Lehrer fachfremd, haben also keine Lehrbefähigung für das Fach Ethik.

Religionsunterricht in Deutschland

Werden unsere Kinder indoktriniert?

Den konfessionsgebundenen Religionsunterricht gibt es seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Die Verknüpfung bzw. Beeinflussung durch die beiden beherrschenden Konfessionen des Christentums scheint im Bewusstsein der Bevölkerung nicht sehr präsent. Religion ist einfach Teil des Bildungsangebotes der Schulen und gehört sozusagen zur Grundausstattung wie Mathe, Deutsch, Erdkunde u. ä. dazu.

Erprobungsphase des Faches Werte und Normen an Grundschulen erfolgreich

Alternative zum Religionsunterricht

Die Erprobungsphase des Faches "Werte und Normen" an niedersächsischen Grundschulen wird fortgeführt und im kommenden Schuljahr 2018/2019 für insgesamt 40 Grundschulen offenstehen. Neu ist, dass auch fachfremd unterrichtende Lehrkräfte den Unterricht erteilen dürfen.

Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhauses

Offener Brief

Grünen-Abgeordnetenhausfraktion soll Kampagne gegen das Neutralitätsgesetz einstellen

Einige Mitglieder und Unterzeichner der Initiative "Pro Neutralitätsgesetz" haben heute einen Offenen Brief an die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek (MdA) sowie an den Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dr. Dirk Behrendt (B90/Die Grünen), veröffentlicht. Der Offene Brief (der ebenfalls bündnisgrünen Unterzeichner) fordert von den beiden Politikern, ihre Bemühungen zur Abschaffung bzw. Aufweichung des Berliner Neutralitätsgesetzes einzustellen. Der hpd dokumentiert den Offenen Brief ungekürzt.

Naïla Chikhi

Naïla Chikhi: "Wie weltanschaulich neutral muss die Schule sein?"

Die Schule ist kein Ort der Bekehrung

Am gestrigen Abend wurde in der Urania über das Berliner Neutralitätsgesetz debattiert. Vor fachkundigem Publikum sprachen Seyran Ateş, Naïla Chikhi (Terre des Femmes), die Schulleiterin Hildegard Greif-Gross sowie Walter Otte (Säkulare Grüne) über die Gründe, weshalb die Abschaffung oder Aufweichung des Neutralitätsgesetzes ein falsches Signal wäre.

Alexander Michael Stier vor der Christophorus-Grundschule

Zwischenbericht zur Causa Christophorus

Ein Dorf deeskaliert

Der hpd berichtete mehrfach über einen unglaublichen Fall im südhessischen Hambach. Ein atheistischer Vater wollte nur seine sechsjährige Tochter vor religiösen Veranstaltungen in ihrer staatlichen Grundschule schützen. Am Ende wurde er mittels einer völlig überzogenen Polizeiaktion in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Unser Autor Bernd Kammermeier begleitet diesen Konflikt seit seinen Anfängen und legt hier einen Zwischenbericht vor, denn die Causa Christophorus ist zwar noch nicht erledigt, aber die Hoffnung darauf wächst.

Fototermin vor dem Gebäude der Bildungssenatorin

Initiative "PRO Neutralitätsgesetz"

Die Schule muss ein weltanschaulich neutraler Ort bleiben

Die Berliner Initiative "PRO Neutralitätsgesetz" wird von mehr als 1.500 Menschen unterstützt. Darunter befinden sich auch bekannte Namen, von denen einige auf der Webseite der Initiative erklären, weshalb sie die Beibehaltung des Berliner Neutralitätsgesetzes fordern.