Forschung

Junge Orang-Utans

Forschung

Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen

Wir alle wissen, dass unsere Sicht auf die Welt nicht immer der Realität entspricht. Erkennen zu können, dass die Überzeugung eines Anderen sich von den realen Gegebenheiten unterscheidet, schien bislang ausschließlich dem Menschen vorbehalten zu sein. Aber neue Forschung mit Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans zeigt jetzt, dass unsere nächsten Verwandten ebenfalls verstehen können, wenn etwas nur im Kopf ihres Gegenübers existiert. Geleitet wurde die Studie von Wissenschaftlern der Duke University, der Kyoto University, der University of St. Andrews und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie.

Hilfe bei der Unterscheidung zwischen modernem Mensch und Neandertaler

Proteine von Neandertalern entschlüsselt

Für die Beantwortung der Frage, was für Fähigkeiten die Neandertaler besaßen und warum sie ausgestorben sind, nimmt die archäologische Kultur des Châtelperronien eine Schlüsselstellung ein. Trotz intensiver Forschung blieb jedoch unklar, wer die Châtelperronien-Kultur geschaffen hatte: der moderne Mensch oder der Neandertaler.

singender Rotkehlchenhahn

Vögel stimmen ihr Gesangsverhalten auf Fluglärm ab

Singen in der Einflugschneise

Am Berliner Flughafen Tegel, einem der größten Flughäfen Europas, singen Vögel morgens deutlich früher als ihre Artgenossen in ruhigeren Gebieten. Das haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen herausgefunden und entdeckt, dass Buchfinken ganz aufhören zu singen, wenn der Fluglärm tagsüber eine Schwelle von 78 Dezibel (A) überschreitet.

Propithecus verreauxi

Sifaka-Makis auf Madagaskar sind Opportunisten

Dosierte Kampfbereitschaft

So leicht lässt sich keiner oder keine von den Mitgliedern einer Verreaux-Sifaka-Gruppe – das sind madegassische Lemuren – in einen Kampf mit der konkurrierenden Nachbargruppe hineinziehen, sei es dass es um Futter, das Territorium selbst oder Sexualpartner geht. Wie ein Forscherteam des Deutschen Primatenzentrums in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen herausfand, wägen die Individuen genau ab, ob es sich für sie lohnt.

MS Wissenschaft

"Meere und Ozeane" auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

Spielerisch Wissenschaft vermittelt

BERLIN. (hpd) Das preisgekrönte Ausstellungsschiff MS Wissenschaft hat am Samstag in Berlin angelegt. Auf seiner Tour legt das Schiff in diesem Jahr in 33 deutschen Städten an und zeigt unter Deck des ehemaligen Frachters Aufregendes über das Leben auf und unter dem Meer. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Verschmutzung der Meere durch den Menschen.

Syrische Flüchtlinge im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari

Migrationsforscher richten Appell an die Forschergemeinschaft und die Politik

"Wir wissen viel zu wenig über Migration"

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Science" fasst Frans Willekens, Migrationsexperte am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, gemeinsam mit drei weiteren Migrationsexperten den aktuellen Stand des Wissens um die weltweiten Migrationsströme zusammen. Die Wissenschaftler liefern ein eher ernüchterndes Bild.

Schimpansenmutter mit ihrem Jungen. Die Tiere verbringen viel Zeit mit ausgedehnten Verhandlungen.

Gestische Kommunikation von Bonobos und Schimpansen

Menschenaffen kommunizieren kooperativ

SEEWIESEN. (mpg) Menschliche Sprache ist ein kooperatives Zusammenspiel und beinhaltet schnelle Rollenwechsel. Diese Art der kooperativen Kommunikation könnte als Teil genereller kooperativer Fähigkeiten entstanden sein, die für den Menschen einzigartig sind. In einer artübergreifenden Studie an Bonobos und Schimpansen im Freiland haben Forscher der Humboldt Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen jetzt jedoch gezeigt, dass die gestische Kommunikation von Menschenaffen ähnliche kooperative Grundelemente und Rollenwechsel aufweist wie unsere menschliche Sprache.

Haupteingang zur Ruhr-Universität Bochum

Theologie an Hochschulen

Skandal um Forschungsgelder für die katholische Theologie

KÖLN. (hpd) Vor wenigen Tagen war bei domradio.de zu lesen: "Uni Bochum erforscht Wissenschaftlichkeit katholischer Theologie". Offensichtlich erhält die katholische Theologie an der Universität Bochum im Laufe der nächsten fünf Jahre 1,6 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), um Einwände gegen ihre Wissenschaftlichkeit zurückzuweisen.

Kohlmeise

Forscher sind der Syntax der Kohlmeisen auf der Spur

Von wegen: eine Meise haben

BERLIN. (hpd) Forscher in Japan fanden es als Erste heraus. Bestätigung kam aus Uppsala und Zürich. Kohlmeisen verfügen über eine Syntax. Sie kombinieren Ruflaute, die je einzeln eine Bedeutung haben, miteinander und geben ihnen damit eine neue Bedeutung.