Protest

Hat religiöser Fundamentalismus die 30-jährige Izabela getötet?

Trotz zahlreicher Großproteste in Polen und auch im Ausland wurde dort Ende 2020 ein noch strikteres Abtreibungsverbot erlassen, das selbst die Entfernung lebensunfähiger Föten verbietet. Jetzt hat diese Entscheidung womöglich der 30-jährigen Izabela das Leben gekostet, weil ihre Ärzte, statt den nicht lebensfähigen Fötus zu entfernen, auf dessen Tod warteten. Izabela starb an einer Sepsis. Ihr Tod löst weltweit Trauer und Wut aus, die sich besonders in Polen wieder in Form von Demonstrationen gegen das religiös motivierte Abtreibungsgesetz richtet.

Der "Hängemattenbischof" vor der Frankfurter Skyline

Hängemattenbischof mahnt Ökumenischen Kirchentag zur Aufarbeitung von Missbrauch in den Kirchen

Mit der international berühmt gewordenen Großplastik "Der Hängemattenbischof" demonstrieren die Giordano-Bruno-Stiftung und das Aktionsbündnis Betroffeneninitiativen vom 12. bis 15. Mai in Frankfurt gegen die vollkommen unzureichende Aufarbeitung der Missbrauchsfälle innerhalb der Kirchen. Die Organisatoren richten dabei sowohl Kritik an den 3. Ökumenischen Kirchentag, der morgen beginnt, als auch einen Appell an dessen Teilnehmer.

Der "Eichelbischof" vor dem Kölner Dom

"Eichelbischof"-Protest in Köln ein voller Erfolg

Gestern endete nach drei Tagen die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz und damit auch die Protestaktion gegen deren mangelhafte Aufarbeitung des Missbrauchsskandals vor dem Kölner Dom. Die Aktivisten stießen auf große mediale Resonanz, die Kirche bemüht sich derweil um Schadensbegrenzung.

"Der Eichelbischof"

Das Kernproblem der katholischen Kirche

Anlässlich der in dieser Woche digital tagenden Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet parallel eine Protestkundgebung auf der Kölner Domplatte statt, um auf die nach wie vor unzureichende Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche hinzuweisen.

Studierendenproteste an der türkischen Bosporus-Universität

Bosporus-Universität kämpft um die Unabhängigkeit

Die neuesten Eskalationen des türkischen Staatsapparats gegen friedlich protestierende Student:innen zeigen, dass Präsident Erdoğan sich der Universitäten zu bemächtigen versucht. Nach der Verhaftung von vier Studierenden, die Bilder der Stadt Mekka mit Pride-Insignien auf dem Campus zeigten, hetzen der Präsident und sein Innenminister mal wieder.

Protest in Minsk am 16. August 2020

Revolution in Belarus: Ausschlaggebend sind die Frauen

Hunderttausende auf den Straßen, Oppositionskandidatinnen im Exil und Berichte über großangelegte Militäroperationen zur Unterdrückung der Proteste: Eine Woche nach der fingierten Wahl in Belarus stemmt sich der amtierende Präsident Alexander Lukaschenko verzweifelt gegen seine Absetzung. Der "letzte Diktator Europas" hat sämtlichen Rückhalt in der Bevölkerung verloren, selbst staatseigene Betriebe blasen zum Generalstreik.

Hongkong schaltet auf Flugmodus

Der chinesische Kongress hat im Eiltempo ein neues Sicherheitsgesetz für die Verwaltungszone Hongkong beschlossen. Das Gesetz sei eine Reaktion auf die seit anderthalb Jahren andauernden Proteste, die die Zusammenarbeit mit China unterminieren sollen, so Peking. Es sei ein Versuch, die justizielle Autonomie und die Bürgerrechte im Gebiet zu untergraben, so die Protestierenden.

"I'm not black but I see you"

#BlackOutTuesday: Aktivismus im Kontext sozialer Medien

Dies ist eine Replik auf Klaus Ungerers Kolumnen-Text "Schwarze Quadrate", die am 5. Juni beim hpd erschien. Unter Berücksichtigung der dem Kommentar zugrundeliegenden, berechtigten Ideologiekritik soll im Folgenden eine alternative Perspektive auf den Hashtag "BlackOutTuesday" im Speziellen und auf die Dynamik politischen Aktivismus im Zeitalter sozialer Medien im Allgemeinen erörtert werden.