Psychologie

Hauptgebäude der TU Chemnitz

Online-Tagung zum Themenkomplex "Politik und Psychologie"

Die TU Chemnitz richtet eine interdisziplinäre Online-Tagung zur politischen Psychologie aus. An der Konferenz zum hochaktuellen Themenkomplex "Politik und Psychologie" können auch fachfremde Interessierte vom 10. bis 11. März 2022 online und kostenfrei teilnehmen – Die Keynote kommt von der bekannten Verschwörungsexpertin Pia Lamberty. Eine Registrierung ist noch heute möglich.

Rote Ampel

Kollektives Regelbrechen

Maskenverweigerung, gewalttätige Corona-Proteste, der Sturm auf das Capitol in Washington – es gibt einige aktuelle Beispiele für das kollektive Regelbrechen. Jens Krause, Professor an der Humboldt-Universität Berlin (HU Berlin) und am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie APL-Professor an der Technischen Universität Berlin, hat gemeinsam mit Marcel Brass, Einstein-Professor für soziale Intelligenz an der HU Berlin, in der Fachzeitschrift Trends in Cognitive Science eine Übersichtsstudie über den sozialen Einfluss von Regelverstößen veröffentlicht. In einem Interview erläutern die beiden Forscher, warum Regelbruch ansteckend ist und wie man das Wissen darüber nutzen kann, um ihn zu verhindern.

Dr. Rainer Rosenzweig

Humanismus und die Grenzen der Erkenntnis

Menschen denken, Menschen entscheiden, Menschen handeln. Wir sind der Ansicht, dass wir unsere Entscheidungen wohlüberlegt, bewusst und weitgehend unbeeinflusst treffen – unsere Haltungen und Standpunkte sind gut durchdacht, von uns selbst bestens geprüft und somit aus gutem Grund fest verankert. Denken wir …

Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI.

Nein, er hat nicht gelogen

Die Schlagzeilen, Ex-Papst Benedikt XVI. habe in Zusammenhang mit dem am 20. Januar von der Münchner Kanzlei WSW veröffentlichten Gutachten über den jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gelogen, gingen um die Welt. Sie führten, vielleicht mehr noch als das Gutachten selbst und die Ungeheuerlichkeiten, die es offenlegte, zu einem Absturz der Zustimmungswerte zur katholischen Kirche ins Bodenlose.

Donald Trump

Wohldosierte Emotionen

Gefühle haben im politischen Raum einen schlechten Ruf. Politische Entscheidungen, so das klassische Dogma, sollten rational und vernünftig getroffen werden, keinesfalls emotional. Doch die Realität sieht von jeher anders aus. Welche Bedeutung Gefühle für politische Ereignisse, für den Aufstieg und Fall von Herrschenden haben und hatten, ist das zentrale Thema von Ute Frevert und ihrem Team am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ihre Erkenntnisse über die Vergangenheit erhellen auch manch aktuelle Geschehnisse.

Insight Out

Die "INSIGHT-Konferenz" in Berlin zeigte erneut, dass die psychedelische Forschung immer stärker in Richtung Mainstream strebt. Bei aller Euphorie hinsichtlich psychedelischer Substanzen als Behandlungsmittel psychischer Erkrankungen ist jedoch eine Dosis Skepsis angesagt. Ein nüchterner Blick auf eine ernste Angelegenheit.

Starke Gefühle - schwer zu verstehen

Der Klang einer Stimme verrät viel über den Gefühlszustand eines Menschen. Wie viel, hängt von der Intensität des Gefühls ab. Doch gilt hier tatsächlich: Je stärker die Emotionen, desto leichter sind sie zu interpretieren? Ein internationales Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik, der New York University und des Max Planck NYU Center for Language, Music and Emotion hat einen paradoxen Zusammenhang zwischen der Intensität von Gefühlsausdrücken und ihrer Wahrnehmung aufgedeckt.

Die Neurowissenschaft der Ideologie

Dogmatische Menschen denken langsamer, religiöse sind pessimistischer als ihre Mitmenschen; politisch konservativ Eingestellten fällt es schwerer, langfristig und systemisch zu denken. Zu diesen Ergebnissen kommen fünf Foscher:innen der University of Cambridge. Sie bauten die Untersuchung auf einer vergangenen Studie mit über 500 Teilnehmer:innen auf, die 37 kognitive und 22 Persönlichkeitstests absolviert hatten.