Wissenschaft

Ansammlung von Habichtfalken

Gibt es Feuervögel wirklich?

Ganze Scharen von Raubvögeln werden immer wieder entlang der Feuerfront der Buschbrände Australiens beobachtet. Fast wie bei uns die Saatkrähen, wenn der Acker umgepflügt wird: Schwarzmilane, Keilschwanzweihen und Habichtfalken jagen Echsen, Schlangen und Insekten, die vor den Flammen fliehen. Helfen sie den Bränden nach? Mark Bonta und Bob Gasford sind überzeugt, dass an den Erzählungen der Aborigines über Feuer legende Falken etwas dran ist.

Die Langlebigen

Humanmediziner interessieren sich angesichts der Frage, wie man Organe für Transplantationen länger lebensfähig hält, für ihre Arbeiten. Sogar Weltraumforscher schauen genau hin, was bei der Torpor-Forschung herauskommt. Die vergleichende Tierphysiologin Lisa Warnecke untersucht den Winterschlaf, besser: die Winterstarre und die Hitzestarre. Das führte sie über vier Kontinente, erzählt sie in ihrem Buch "Das Geheimnis der Winterschläfer".

Albert Einstein – der Übersetzer des Universums

Einstein hat unser Weltbild revolutioniert wie kein anderer. Ohne seine Forschungen gäbe es so weder die Relativitätstheorie und moderne Kosmologie noch die Quantenphysik. Diese äußerst schwierigen Themen hat der Wissenschaftsreporter und Philosoph Rüdiger Vaas nun geradezu "schwerelos" verständlich gemacht – getreu Einsteins Motto, die Dinge so einfach wie möglich zu erklären, aber nicht einfacher. Der hpd bringt hier einen Auszug seines gerade im Kosmos-Verlag erschienenen Buchs "Einfach Einstein!".

"Zivilcourage ist überall nötig"

Zivilcourage zu zeigen, ist nicht leicht. Doch gerade in Zeiten, in denen der Populismus immer größeren Zulauf hat, sind "Bürgermut" und die Fähigkeit, für andere mutig einzustehen, gefragt wie nie. Doch warum zögern wir so oft, uns für Gerechtigkeit einzusetzen? Und was unterscheidet die Zivilcouragierten von den anderen? Anna Baumert und ihr Team versuchen darauf Antworten zu finden.

Männlicher naturfarbener Zebrafink (Taeniopygia guttata)

Zebrafinken sind Minimalisten

Was haben ein Computer, ein Kleinkind und ein junger Zebrafink miteinander gemeinsam? Sie analysieren auf ähnliche Weise Wort- beziehungsweise Tonfolgen, fand Richard Hahnloser vom Institut für Neuroinformatik der Universität Zürich zusammen mit seinem Team heraus. Zebrafinken lernen das Singen ähnlich wie Kinder das Sprechen. Kein Wunder, sie verfügen über dasselbe FOXP2-Sprachgen.

"Der jetzige Bio-Begriff ist religiös inspiriert"

Statt einer Sprache der Schuld brauchen wir echte Innovationen, meinen Michael Braungart und Monika Griefahn. Das prominente Paar, das zu den Pionieren der deutschen Umweltbewegung gehört, warb im Humanistischen Salon Nürnberg für das "Cradle to Cradle"-Prinzip und die Neuausrichtung des Bio-Gedankens im humanistischen Sinne.

Pflanze

Mitteleuropäischen Pflanzen fehlen Genvarianten zur Anpassung an Klimawandel

In den nächsten 50 bis 100 Jahren werden extreme Dürreereignisse mit großer Wahrscheinlichkeit stark zunehmen und eine immer größere Bedrohung für Pflanzen und Tiere darstellen. Es ist weit bekannt, dass ein stetiger Temperaturanstieg bereits seit Jahrzehnten im Gange ist, aber diese und andere Studien zeigen, dass das Ausbleiben von Regen eine noch größere Auswirkung auf das Überleben von Pflanzen haben wird. Bis 2070 wird es in Mitteleuropa voraussichtlich deutlich weniger Niederschlag geben als heute. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen stellte fest, dass Pflanzen in dieser Region die Genvarianten fehlen, die sie brauchen, um sich an zukünftige Verhältnisse anzupassen.

Kasperl

Rache ist süß

Damit wir in Gemeinschaften zusammenleben können, müssen wir miteinander kooperieren. Um das zu organisieren, bestrafen wir Mitmenschen, wenn sich diese unkooperativ verhalten. Bisher war unklar, wann sich in uns der Antrieb entwickelt, dieses Verhalten zu bestrafen – und ob diese Eigenschaft eine rein menschliche ist. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Kognitions- und Neurowissenschaften und für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun herausgefunden, dass bereits sechsjährige Kinder und Schimpansen unsoziales Handeln rügen wollen – und dafür sogar Kosten und Mühen auf sich nehmen, um selbst bei der Bestrafung dabei sein zu können.

"Überall steckt Wissenschaft drin"

Neue Besetzung, neues Buch, neue Programme: Zehn Jahre nach der Gründung des Wissenschaftskabaretts haben sich die "Science Busters" neu erfunden. Skeptiker-Chefreporter Bernd Harder sprach mit ihnen über Männerstammtische, Game of Thrones und die erste Verhaltensbiologin in der Gruppe.