Sehr geehrter Herr Burchardt,

dazu ein paar Anmerkungen:

1.) Rechtsextremist:innen und Faschist:innen beim Namen zu nennen ist mir persönlich humanistisch genug. Und die Ausgrenzung beginnt bei der Ablehnung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordung. Damit ist es die AfD selbst, die sich und ihre Anhänger:innen ausgrenzt und vom Humanismus distanziert!
2.) Eine "politische Zeitenwende" kann man für notwendig halten, aber bestimmt nicht in Richtung Faschismus! Humanismus als Position der Vernunft würde hier zu mehr Klimaschutz, mehr Sozialstaat und mehr staatlicher Begrenzung von kapitalistischen Auswüchsen führen. Das ist aber weder mit CDU/CSU noch mit der AfD zu erreichen.
3.) "Die bekannten Argumentationsmuster von Tagesschau, Frankfurter Rundschau oder ZEIT zur AfD brauche ich nicht noch einmal im Humanistischen Pressedienst." Warum eigentlich nicht? Sie gehören eigentlich an die Hauswände geschrieben und vor jedes Youtube-Video geschaltet. Oder wollen Sie gar neue? Wie viele Argumente wollen Sie denn noch dafür, dass die AfD rechtsextremistisch ist?
4.) Wer in einer Bedrohungssituation die eigene Schwäche nicht erkennt, macht sich quasi schon zum Opfer. Nennen Sie es "Militarisierung" - aber was soll man sonst machen? Die andere Backe hinhalten? Das ist die christliche Moral der Schwäche, die (fast) NIE von den Kirchen praktiziert wurde. Und natürlich will niemand Krieg. Aber leider muss man sich in diesen Zeiten verteidigen können und für Diplomatie eben auch was Gewichtiges in der Hand haben. ; )
4.) Das gleiche gilt für die AfD. Rechtspopulisten und Faschisten halten sich nicht an die gleichen, sprich unsere Regeln. Sie lassen sich nicht argumentativ-intellektuell stellen. Sie müssen mit den Mitteln des Rechtsstaates verhindert werden.

Daher halte ich Ihren Ansatz - bei allem Respekt - für grundlegend falsch.

MFG

PS: Sie sprechen nur Männer an. Absicht? ; )

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