Kunst und Kultur

Heinz Hachel moderiert die Preisverleihung im Düsseldorfer Stadtmuseum

Publikumspreis für gecanceltes Kunstwerk

Die Ausstellung des säkularen Düsseldorfer Kunstpreises DA! Art-Award des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes (DA!) ist am vergangenen Samstag zu Ende gegangen – mit der Preisverleihung im Düsseldorfer Stadtmuseum. Überschattet worden war der Wettbewerb durch eine Entscheidung der Museumsdirektorin Susanne Anna, dass zwei Werke nicht gezeigt werden durften. Trotz allem: Eines der aus der Ausstellung verbannten Werke errang den Publikumspreis. Womit die Besucherinnen und Besucher der Schau unterstrichen, was sie von der Cancel-Entscheidung halten.

Hubertus Mynarek

Religion – ein transzendierender Vitalimpuls?

Am 7. September 2024 ist einer der wohl bedeutendsten Religionsphilosophen und Kirchenkritiker der Gegenwart, Hubertus Mynarek, im Alter von 95 Jahren von uns gegangen. Seine gehaltvollen Streitgespräche werden uns fehlen. Vermissen werden wir aber auch seine wissenschaftlichen Ratschläge und tiefschürfenden Anregungen bis hin zu den zahlreichen Veröffentlichungen, mit denen er den gesamten freigeistigen Raum positiv befruchtete.

leerer Bilderrahmen

Zwei Bilder dürfen nicht gezeigt werden

Beim Düsseldorfer Kunstwettbewerb "DA!-Art Award" ist es zu einem Eklat gekommen. Und der war denn auch Gesprächsthema bei der mit 160 Zuschauerinnen und Zuschauern gut besuchten Vernissage im Stadtmuseum. Die Museumsleitung hatte veranlasst, dass zwei Kunstwerke zu entfernen seien. Der Vorwurf: Antisemitismus, Sexismus und Schüren von Hetze. Auch zwei daraufhin vom Veranstalter an den entsprechenden Stellen aufgehängte leere Bilderrahmen mussten entfernt werden.

Kunst prüft Glaubenswahrheiten

Dogma – das ist eine Aussage oder Wertvorstellung, die der Einzelne oder ganze Gruppen als unumstößlich ansehen. Als für sich verbindlich. Der eigene Standpunkt wird als absolut empfunden. Wir kennen das von Religionen. Aber auch in Zeiten politisch verhärteter Fronten haben wir es oft mit Dogmen zu tun. Sie sind wie innere Stützpfeiler, auf die sich der Einzelne verlässt, um sich und auch der Gruppe, der er sich zugehörig fühlt, sicher zu sein. Um Halt zu finden. Doch ist es richtig, an Positionen festzuhalten, nur weil man sie schon immer hatte? Oder weil die eigene Bubble sie einfordert? Nur wie kommt man raus aus eingefahrenen Bahnen?

Screenshot von der Inszenierung bei der Olympia-Eröffnungsfeier

Olympia und der falsche Jesus

Auch die Christen können diskriminierte Minderheit: Ein queeres Abendmahl bei den Olympischen Spielen? Da musste man sich auf jeden Fall zu Wort melden – zusammen mit den Autokraten dieser Welt. Auch wenn der Anlass gar nicht passte.

Übergabe an das Haus der Geschichte

Woelki zieht ins Haus der Geschichte ein

Die Aktionsgruppe "11. Gebot" der Giordano-Bruno-Stiftung hatte den "Zappel-Woelki" im Juni 2023 auf die Kölner Domplatte gebracht, um gegen die Vertuschung des klerikalen Missbrauchsskandals zu protestieren. Seit vergangener Woche steht die Skulptur des Düsseldorfer Wagenbauers (und gbs-Beirats) Jacques Tilly nun im Bonner "Haus der Geschichte".