Kommentar

Hinweisschild zum ersten Bündnistreffen 2016

Zur aktuellen Veröffentlichung des "Bündnisses für Selbstbestimmung bis zum Lebensende"

"Mein Ende gehört mir" – Protest gegen den § 217 StGB

BERLIN (hpd) Am 6. November 2015 stimmten 602 Bundestagsabgeordnete über das "Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung" ab. Mit 360 Ja-Stimmen (9 Enthaltungen) wurde damit das Gesetz zur Sterbehilfe beschlossen und mit § 217 in das StGB eingeführt. Kommentiert wurde sofort, u. a.: "Dieses Gesetzt wird vor Gericht keinen Bestand haben."

Wie menschlich sind die neuen Renteneintrittsforderungen?

Vom Büro in den Sarg

BERLIN. (hpd) In den letzten Wochen überbieten sich vor allem Politiker der Union mit neuen Forderungen über das Renteneintrittsalter. Besonders die "Junge Union" machte Druck, aber auch die arbeitgeberfreundliche Flügel in der CDU und CSU raten dazu, die Lebensaltersrente schon bald erst mit regulär 70 Jahren antreten zu können. Desweiteren soll künftig eine regelmäßige Anhebung dieser Grenze erfolgen, wird bereits mit konkreten Gesetzesvorhaben gehandelt.

Das Bistum Fulda versucht Schadensbegrenzung

Bischof Algermissen wehrt sich kontraproduktiv

DEIDESHEIM. (hpd) "Hasspredigt-Vorwurf gegen Algermissen: Fuldaer Bischof setzt sich zur Wehr", titelt die Fuldaer Zeitung gestern. Das ist sein gutes Recht und dringend erforderlich, nachdem er schwerwiegende Vorwürfe gegen sich hören musste, z.B. auch in diesem hpd-Artikel. Doch ist ihm dies gelungen? Unser Autor Bernd P. Kammermeier analysierte die "Gegendarstellung".

Justizia

Kommentar

Emotion und Populismus sind keine Gradmesser für den Rechtsstaat

KONSTANZ. (hpd) Kürzlich ging ein Aufschrei durch die Republik: Ein erst 13-Jähriger hatte einen Freund offenbar beim Spielen getötet. Nie zuvor war der Täter auffällig gewesen, für den schrecklichen Vorfall gab es zunächst keine Erklärung. Ohne die Ermittlungen abzuwarten, ließen die Reaktionen aus einigen gesellschaftlichen und politischen Kreisen nicht lange auf sich warten: Die Strafmündigkeit von derzeit 14 Jahren müsse herabgesetzt werden, damit künftig auch jüngere Täter wie der jetzige strafrechtlich verfolgt werden könnten.

Vorstellung des Kommissionsberichts

Kommentar zum Abschlussbericht der "Religionskommission" der Grünen

Es ist der Anfang der Debatte

BERLIN. (hpd) Ingrid Matthäus-Maier hat den Abschlussbericht der Kommission "Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat" von Bündnis 90/Die Grünen bereits für den hpd analysiert. Sie hat die positiven Aussagen des Berichts klar benannt. Aber auch die geäußerte Kritik ist deutlich und notwendig. Bemerkenswert ist aber auch, wie der Bericht zustande kam.

Beatrix von Storch (2014)

Kommentar nach den Landtagswahlen

Der Riss durch das Land ist sichtbar geworden

BERLIN. (hpd) Der Schock sitzt tief. So titelt heute morgen eine Berliner Zeitung. Politiker aller Parteien zeigen sich vom Abschneiden der "Alternative für Deutschland" (AfD) bei den gestrigen Landtagswahlen entsetzt. Dabei waren es insbesondere die Unentschlossenheit, der Streit und die Richtungslosigkeit der Regierungen in den letzten Jahren, die diesen Aufstieg erst ermöglichten.

Verletzte religiöse Gefühle

Meinung

WARNUNG: Dieser Text könnte Ihre religiösen Gefühle verletzen!

Es gibt Zeiten, da beneidet man als Journalist Gernot Hassknecht, den cholerischen älteren Herrn aus der ZDF-Satiresendung heute-show, der brüllend seinen Frust über die Unsäglichkeiten der Gegenwart kundtut. Ein Bedürfnis, das mich in jüngster Zeit angesichts der Unmengen an verletzten religiösen Gefühlen und ihrer heldenhaften Verarztung durch die Justiz mehr als einmal überkam.

Warum die Angriffe auf die LGTBI-Bewegung wissenschaftlich absurd sind

Der religiöse (Anti-) Gender-Wahn

BERLIN. (hpd) Im Vorfeld der Erstellung des neuen Bildungsplanes 2015 durch die grün-rote Landesregierung Baden-Württemberg startete der Realschullehrer Gabriel Stängle eine Petition mit dem Titel "Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens". Die Petition richtete sich gegen ein Leitprinzip des Bildungsplans, das "Akzeptanz sexueller Vielfalt" vorsah. Die Petition forderte den "Stopp der Aushöhlung des Elternrechts in der schulischen Sexualpädagogik" und das "uneingeschränkte Ja zum Wissenschaftsprinzip in Schule, Unterricht und Lehrerbildung".

Kommentar: Zum Umgang mit Zuschreibungen im journalistischen Alltag nach Köln

Die verflixte Ziffer 12.1

KONSTANZ. (hpd) Nationalität ja oder nein? Vor dieser Frage stehen Journalisten in diesen Tagen immer häufiger, wenn es darum geht, in Berichterstattungen die Herkunft von möglichen Straftätern und Beschuldigten zu nennen.

Kommentar

Menschenfeindlichkeit in Krisenzeiten – Ein unvergängliches Phänomen?

BERLIN. (hpd) Zurzeit erleben wir in Deutschland tagtäglich Gewaltexzesse. Es sind nicht nur rechtsradikale Gewalttäter, die ihrem Hass freien Lauf lassen. Auch der allgemeine Umgangston wird rauer, insbesondere gegenüber gesellschaftlichen Randgruppen. Wilhelm Heitmeyer wies in seinem Werk "Deutsche Zustände" bereits auf eine zunehmende Verrohung der bürgerlichen Schicht hin. Doch die gegenwärtigen Phänomene waren niemals neu, sondern traten in verschiedenen Gestalten auf und richteten sich gegen eine Vielzahl von Außenseitern.