Islamismus

Mit einer Burka verschleierte Frau in Afghanistan

"Die Welt ist verantwortlich dafür, was in Afghanistan passiert"

Nach fast 20 Jahren Präsenz in Afghanistan haben die meisten NATO- und US-Truppen das Land am Hindukusch verlassen. Die radikalislamistischen Taliban konnten daraufhin beinahe "kampflos" die Macht übernehmen. Ihr Ziel: Die Gründung eines islamischen Gottesstaates. Aus Angst flohen in den Tagen nach der Machtübernahme zehntausende Menschen in Richtung Flughafen – die dramatischen Bilder gingen um die Welt. Doch was ist mit den Menschen, die noch immer in Kabul oder den ländlichen Provinzen ausharren? "Die internationale Gemeinschaft hat uns im Stich gelassen", sagt Farzana Kochai, 29-jährige afghanische Parlamentsabgeordnete, in einem emotionalen FaceTime-Telefonat mit Sven Lilienström, Gründer der Initiative "Gesichter des Friedens".

Frauen gegen Taliban

Nachdem die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben, sorgt man sich um die Frauen im Land. Die internationale Initiative "Women against Taliban", die auch vom Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland unterstützt wird, ruft deshalb zur Hilfe für Frauen in Afghanistan auf.

Was der Erfolg der Taliban langfristig bedeutet

Alle reden vom misslungenen Afghanistaneinsatz, den Sieg der Taliban und über die kurzfristigen Folgen. Das ist gut und richtig. Allerdings sollte man auch jetzt schon mal einen Blick auf die langfristigen Folgen richten. Der Frage nachgehen, was der Erfolg der Taliban langfristig bedeutet. Auch für uns in Deutschland. Ein Kommentar von Lale Akgün.

Afghanistan: Frauen im Stich gelassen

Die Ereignisse in Afghanistan überschlagen sich. Quasi jede Minute gibt es über die verschiedenen Newsticker neue Schilderungen über Menschen, die versuchen, vor dem islamistischen Regime der Taliban zu fliehen, da sie um ihr physisches und psychisches Wohl bangen. Doch eine Gruppe leidet ganz besonders unter den Repressalien der neuen Machthaber: Frauen.

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Mouhanad Khorchide warnt vor Muslimbruderschaft

In der Rheinischen Post bezeichnete der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide die Muslimbruderschaft am Samstag als "Gefahr für die Demokratie". Dabei verwies er auch darauf, dass diese im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) vertreten sei und forderte das Ende "jeglicher Zusammenarbeit mit solchen Organisationen". "Damit hat er natürlich recht, nur hält er sich selber nicht daran", wundert sich Sigrid Herrmann-Marschall. Die Islamismus-Expertin kritisiert seit geraumer Zeit, dass es insbesondere in NRW zur Normalität geworden ist, vor der Muslimbruderschaft zu warnen, aber gleichzeitig mit Personen aus diesem Milieu zu kooperieren.

Die Gegner der Neutralität und ihre Polemik

Das neue "Gesetz zur Regelung des Erscheinungsbildes von Beamtinnen und Beamten" wurde am 22. April 2021 zunächst vom Bundestag und dann am 7. Mai vom Bundesrat verabschiedet. Seither wird es von Aktivistinnen als "Kopftuchverbot" dargestellt. Die Online-Kampagne "#handsoffmyhijab" (Deutsch: "Hände weg von meinem Kopftuch") – entstanden in Frankreich unter dem Hashtag "touchepasamonhijab" – bedient sich der Rhetorik eines vermeintlichen Kopftuchverbotes und soll im Folgenden als Fallbeispiel dienen, um die islamistische Polemik gegen die Neutralitätsgesetze aufzuzeigen.

Berivan Aymaz (MdL NRW)

Kritik an DITIB ist lebensgefährlich

Seit Wochen hagelt es heftige Kritik an der Einrichtung einer Kommission für islamischen Religionsunterricht durch die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf. Besonderer Stein des Anstoßes ist die Aufnahme von DITIB, der deutschen Außenstelle der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in diese Kommission.