Wissenschaft

Die "Weisen von Zion" heißen heute Soros & Co.

Zu Anfang des Jahrzehnts war die Welt noch fast in Ordnung. Facebook hatte den "Like"-Button eingeführt, und ein neuer Podcast namens Hoaxilla widmete sich aus skeptisch-wissenschaftlicher Sicht modernen Mythen, etwa über Coca Cola oder die versunkene Insel Atlantis. Heute, mehr als 240 Folgen später, herrscht ein raueres Klima.

Ein (gewolltes) Missverständnis?

Daniela Wakonigg hat den Klimaforscher Andrey Ganopolski zu meinem Artikel über den Klimawandel befragt, ihn aber offenkundig nicht korrekt über den Inhalt meines Textes informiert. Dadurch ist der Eindruck entstanden, dass Ganopolski den menschlichen Beitrag zur Verhinderung einer Kaltzeit prinzipiell leugnen würde, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht.

Keine verhinderte Kaltzeit. Nirgends.

Dass die Menschheit durch ihre Klimagasemissionen eine Kaltzeit verhindert habe, ist eine These, die seit einigen Wochen von den bekannten deutschen Atheisten Philipp Möller und Michael Schmidt-Salomon öffentlich promotet wird. Schmidt-Salomon wies als Beleg für seine These sogar jüngst einen wissenschaftlichen Artikel vor. Doch ausgerechnet der Autor jenes Artikels widerspricht Schmidt-Salomons These.

Warum wir nicht "klimaneutral" sein sollten

Die Menschheit muss ihre Wirtschaftsweise ändern, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Wahr ist aber auch, dass der menschliche Einfluss auf das Klima eine nicht minder gefährliche ökologische Katastrophe verhindert. Würde die "Fridays for Future"-Bewegung dies berücksichtigen, könnte sie an Glaubwürdigkeit gewinnen. Ein Kommentar von Michael Schmidt-Salomon.

Luna, Luna!

Immer wieder machen Schlagzeilen die Runde von gehäuften Verkehrsunfällen bei Vollmond, von gesteigerten Selbstmordraten, von Verbrechen aller Art. Folkloristisch angehauchte Sachbuchautoren sprechen einzelnen Mondphasen Einfluss auf Erdbeben, den Ausbruch von Großbränden oder auf das Wetter zu.

Auf Satellitenbildern wirken die Algenteppiche mit ihren hellen Schlieren wie Kunstwerke.

Ein neues Puzzleteil im globalen Kohlenstoffzyklus

Mikrobiologinnen und -biologen haben einen Stoffwechselweg entdeckt, der eine wichtige Rolle beim mikrobiellen Abbau der Algenbiomasse im Ozean spielt. Die Aufklärung der genauen Abläufe auf molekularer Ebene bis hin zum Nachweis der weltweiten Verbreitung liefern wertvolle Informationen für künftige Berechnungen der Kohlendioxid-Bilanz der Weltmeere.

Ungeheures vom Loch Ness

Wer plant, sich heute auf einer Halloween-Party als Monster von Loch Ness zu verkleiden, muss sein Kostüm wohl noch einmal überarbeiten. Denn neue DNA-Untersuchungen des Wassers von Loch Ness lassen Wissenschaftler vermuten, dass es sich bei dem berühmten Monster am ehesten um einen großen Aal handeln könnte.

Wissenschaftliche Skepsis versus Wissenschaftsleugnung

Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass möglichst schnell etwas gegen den menschengemachten Klimawandel unternommen werden muss. Andere hingegen bezweifeln die Notwendigkeit schnellen Handelns oder dass es überhaupt einen menschengemachten Klimawandel gibt. Ist ihre Skepsis berechtigt oder leugnen sie schlicht Fakten? Wie kann man überhaupt herausfinden, ob eigene Zweifel und Überzeugungen eine objektive Grundlage haben oder ob man sie nur hat, weil man vom eigenen Hirn an der Nase herumgeführt wird? 

Horst Groschopp

Humanistische Zwischenrufe

Im Alibri Verlag erschien gerade in der von Horst Groschopp herausgegebenen Reihe "Humanismusperspektiven" (Band 6) ein Sammelband mit Texten von Ursula Neumann mit dem Titel "Tätiger Humanismus". Darin befindet sich auch ein Nachwort der Autorin mit der bezeichnenden Überschrift "Komprimierte Bilanz". Wir sprachen mit dem Herausgeber.