Satire

Bei der Ausstellung 2018

DA! Art-Award 2020 ausgeschrieben

"… wirkt nicht über den Placebo-Effekt hinaus!" heißt das diesjährige Thema des DA! Art-Awards, der 2020 zum zweiten Mal vergeben wird. Der Preis, vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst in einem zweijährigen Turnus ausgelobt, will Künstlerinnen und Künstler inspirieren, sich kritisch mit Religion und Irrationalismus auseinanderzusetzen.

Je suis Hühnerstall

Vor fünf Jahren fand der Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo statt. Viele Menschen starben, weil sich muslimische Fanatiker durch Satire in ihren religiösen Gefühlen verletzt sahen. Dass es nicht notwendigerweise religiöser Fanatiker bedarf, um die faktische Freiheit von Kunst und Satire ins Wanken zu bringen, bewies jüngst ein vom WDR veröffentlichtes Scherzlied.

Titelblatt der "Charlie Hebdo" nach dem Terroranschlag

Gedenken an die Opfer

Zum fünften Jahrestag des Attentats auf "Charlie Hebdo" veranstaltet der Bund für Geistesfreiheit München (bfg München) eine Gedenkveranstaltung mit den Kabarettisten HG Butzko und Holger Paetz sowie dem Cartoonisten Michael Heininger.

Schwuler Netflix-Jesus sorgt für Proteste

Über kreative Neuinterpretationen ihrer Religion und ihrer Religionsgründer sind Gläubige nur selten erfreut. Dies zeigt sich aktuell in Brasilien, wo eine Comedy-Gruppe beim Streamingdienst Netflix eine Jesus-Satire veröffentlicht hat, die Jesus als schwulen Mann zeigt. Rund zwei Millionen Christen fordern derzeit in einer Petition, dass der Film aus dem Netflix-Programm genommen wird.

Die App im Apple-Appstore

Die Erfindung des e-Gläubigen

Bekanntermaßen hätten Krankenkassen gern Vollzugriff auf die Gesundheitsdaten ihrer Versicherten. Dazu greifen sie schon mal in die Tasche und verschenken eine Apple Watch. Da möchte die katholische Kirche nicht nachstehen und überwachen, wie häufig und wann und wo ihre Schäfchen rosenkranzeln.

Die Anderen sind Schuld!

Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer fordert, dass Journalisten und insbesondere YouTuber vor Wahlen keine eigene Meinung mehr veröffentlichen sollen. So eine Art Diktatur also. Damit hat Deutschland ja schließlich gute Erfahrungen gemacht in den letzten 100 Jahren.

Satire als Aufklärung

Dass Satire alles darf, gehört spätestens seit Tucholsky zur Allgemeinbildung. Dass sie derzeit jedoch auch so einiges muss, weil Politik und Presse schwächeln, ist erschreckend. Sonneborn, Böhmermann und Co. werden so zu Lichtgestalten der Aufklärung, die man sich eigentlich an anderer Stelle wünschen würde.

Jacques Tilly kommentierte während des Rosenmontagszuges eine Sondersendung im WDR.

Tilly sagt Nationalisten den satirischen Kampf an

Lange war nicht klar, ob der Rosenmontagszug in Düsseldorf würde stattfinden können. Letztlich musste er jedoch nur zeitlich nach hinten verschoben werden, der angekündigte Sturm tobte sich bereits am frühen Morgen aus, danach hielt das Wetter. So schlug der - Dank des Wagenbauers Jacques Tilly - politischste der deutschen Karnevalsumzüge auch in diesem Jahr weit über die Landesgrenzen hinaus hohe Wellen.

Darf man über Religion lachen?

Seit dem 7. Januar 2019 läuft die inzwischen siebte Ausschreibung zum Kunstpreis Der Freche Mario. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis zeichnet Kunstwerke aus, die sich mit Glauben und Religion auseinandersetzen. 

Schmier-was-an-die-Wand-Tag

Gestern begingen in Deutschland die Anhänger verschiedener Religionen den traditionellen "Schmier-was-an-die-Wand-Tag". Bedauerlicherweise empfing Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf seinem Amtssitz Schloss Bellevue jedoch nur Vertreter einer einzigen schmierenden Religion. Ein deutliches Zeichen für die aktuelle weltanschauliche Schieflage in der Bundesrepublik Deutschland.