Am Freitag begann im Hamburger Thalia Theater ein außergewöhnliches politisches Experiment: Milo Raus "Prozess gegen Deutschland" stellt in einem fiktiven Tribunal die Frage, ob ein AfD-Verbot nicht nur denkbar, sondern vielleicht sogar notwendig wäre. Zwischen realen Juristen, Aktivisten und politischen Akteuren verhandelt das Stück die brennenden Konflikte unserer Zeit. Kaum gestartet, provoziert das Projekt heftige Reaktionen aus allen politischen Lagern und macht deutlich, wie umkämpft der demokratische Raum weiterhin ist.
Gipfelkreuze sind ein kontroverses Thema, an dem sich die Gemüter erhitzen können. Tobias Roth und Daniel Bayerstorfer haben sich dieser aufgeladenen Symbolik in ihrem Langgedicht "Kreuzfällen" literarisch genähert und die Berggipfel samt ihrer religiösen Möblierung poetisch erkundet.
Es sind 50 große Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die in einer Osnabrücker Kunstgalerie hängen. Der Betrachter sieht den dargestellten Frauen und Männern in die Augen. Und liest dann die Geschichte dieser ihm bislang unbekannten Menschen. Die Geschichte von Menschen, die Opfer meist sexualisierter Gewalt geworden sind.
Am 10. Januar 2026 endete eine Ära. "Dies ist mein letztes Buch", hatte Erich von Däniken bereits 2024 anlässlich der Veröffentlichung seines autobiografischen Werkes "Notizen aus meinem Leben" verkündet. Nun ist der Superstar der Parawissenschaften und wahrscheinlich erfolgreichster Sachbuchautor aller Zeiten, im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in seinem langjährigen Wohnort Interlaken gestorben.
Für den Garnisonkirchenturm in Potsdam gab es weder einen Bedarf, noch ist das Betriebskonzept der kirchlichen Stiftung Garnisonkirche wirtschaftlich tragfähig. Auch historisch gesehen ist der Turm ein problematisches Symbol. Dennoch wird er wiedererrichtet. Doch bei einer weiteren Finanzierung ist sogar die öffentliche Hand zurückhaltend.
Das Strafverfahren gegen den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly vor einem Moskauer Gericht hat zwar am Heiligabend mit einer nicht öffentlichen Voranhörung begonnen, wurde dann aber vom Richter Otschirow auf den 28. Januar vertagt. Tilly wird laut Anklage vorgeworfen, Fakes über die russische Armee verbreitet zu haben.
Seit November 2018 veröffentlicht der hpd Karikaturen. Hier finden Sie alle ab Juli 2025 erschienenen Werke in absteigender Reihenfolge ihres Erscheinens.
Nachdem der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit von einem Moskauer Gericht angeklagt wurde, erlebt er nun eine große Welle der Solidarität aus Politik und Gesellschaft. Wir sprachen mit dem Bildhauer, der für seine satirischen Mottowagen bekannt ist und damit nun offenbar auch das Putin-Regime gegen sich aufgebracht hat.
Russlands Justiz hat ein Strafverfahren gegen Jacques Tilly eingeleitet. Dem Düsseldorfer Bildhauer und Karnevalswagenbauer, der auch Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung ist, wird demnach vorgeworfen, "Falschinformationen über die russische Armee aus eigennützigen Motiven sowie aus politischem Hass verbreitet zu haben".
Was kommt nach "Sterben ohne Gott"? Filmemacher Moritz Terwesten dreht jetzt den Film, den es so noch nie gab: "Der Übersehene" bringt den Philosophen Franz Josef Wetz mit Richard Dawkins, Sam Harris und den schärfsten Denkern unserer Zeit zusammen – für einen Kinofilm über die größte aller Fragen: Warum existiert überhaupt etwas und nicht nichts?
Er ist ein ungewöhnlicher Fotokalender: Der mit dem Astronauten. Seit 2015 thematisiert der Protestonaut-Kalender verschiedene gesellschaftspolitische Themen. Im Fokus der 2026er-Ausgabe steht die Dunkelziffer, das Phantom außerhalb der Statistik, die Ninja-Kämpferin unter den Zahlen. Passend zum Titel sind alle Motive nach Einbruch der Dunkelheit entstanden und thematisieren unter anderem Angriffe auf Rettungskräfte, illegale Autorennen und ungeklärte Todesfälle.
Einmal pro Jahr, das ist mittlerweile Tradition, werden die zweimal wöchentlich in der Rubrik "Spott sei Dank!" des Humanistischen Pressedienstes erscheinenden Karikaturen in einem Buch zusammengefasst. Gerade ist der siebte Band erschienen.
Der Dokumentarfilm von Liz Wieskerstrauch mit dem Titel "Blinder Fleck" läuft derzeit in deutschen Kinos und beschäftigt sich mit "ritueller Gewalt" an Kindern. Während der Film emotional mitreißt und sich gut in Szene setzen kann, krankt er an anderen Stellen. Er entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Vehikel der "Rituellen Gewalt / Mind Control"-Verschwörungstheorie.
25 Künstler beteiligten sich an der Ausstellung "Europe is great again", zu der der Frankfurter Maler Sali Musliu eingeladen hatte. Auf vielfältige Weise wurde interpretiert, warum wir stolz auf Europa sein können. Jens Döhring, selbst mit einer Fotografie in der Ausstellung vertreten, führte ins Thema ein. Dabei widmete er sich weniger den präsentierten Werken, sondern hielt eine Laudatio auf europäische Kultur und europäische Freiheit − die sich gegenseitig bedingen.
Heute startet der Film "Girls & Gods" in den deutschen Kinos. Femen-Aktivistin Inna Shevchenko reist durch die Welt und hinterfragt die patriarchalen Strukturen von Religion.