Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Was glauben Atheisten?

(hpd) Franz M. Wuketits, österreichischer Philosoph mit Schwerpunkt Biowissenschaften, legt mit seinem Buch “Was Atheisten glauben” eine Abhandlung zur Frage der Moralbegründung von Atheisten und Gläubigen vor. Gut verständlich und sachlich vorgetragen liefert der Autor eine überzeugende Begründung dafür, dass Moral nicht notwendigerweise auf religiöse Legitimation angewiesen, sondern ganz im Gegenteil eine säkulare Begründung viel lebensnäher ist.

Salafismus – erster deutschsprachiger Sammelband

(hpd) Die beiden Islamwissenschaftler Hazim Fouad und Behnam T. Said legen mit ihrem Sammelband “Salafismus. Auf der Suche nach dem wahren Islam” den ersten deutschsprachigen Sammelband zum Thema mit Beiträgen auf dem aktuellen Stand der Forschung vor. Das beachtenswerte und gelungene Werk liefert empirische Fallstudien und theoretische Reflexionen zum Thema “Salafismus”, ohne nur auf die sicherheitspolitische Dimension fixiert zu sein.

Hamas und Muslimbruderschaft im Vergleich

(hpd) Jan Künzl nimmt in seiner Studie “Islamisten – Terroristen oder Reformer? Die ägyptische Muslimbruderschaft und die palästinensische Hamas” einen Vergleich der im Untertitel genannten Organisationen vor. Dabei werden viele Unterschiede angesichts der unterschiedlichen historisch-politischen Rahmenbedingungen deutlich, wobei der Autor bei der Analyse aber noch etwas systematischer hätte vorgehen können.

Die "Muslimbruderschaft" nach dem Umbruch in Ägypten

(hpd) Die Journalistin Petra Ramsauer nimmt in ihrem Buch “Muslimbrüder. Ihre geheime Strategie. Ihr globales Netzwerk” eine Art “Bestandsaufnahme” zur Entwicklung der islamistischen Organisation nach dem Umbruch in Ägypten vor. Entgegen des dramatisierend wirkenden Untertitels handelt es sich keineswegs um eine spekulative Darstellung, hält sich die Autorin doch mit Einschätzung leider häufig allzu sehr zurück.

Befunde zum Antiamerikanismus

(hpd) Der Sozialwissenschaftler Heiko Beyer präsentiert in “Soziologie des Antiamerikanismus. Zur Theorie und Wirkmächtigkeit spätmodernen Unbehagens” eine auf der ideengeschichtlichen Entwicklung basierende Theorie des Antiamerikanismus verbunden mit einer Studie zur Verbreitung des Antiamerikanismus in der deutschen Bevölkerung.

Die Sicherheitsbehörden und die NSU-Mordserie

(hpd) Die beiden Journalisten Stefan Aust und Dirk Laabs legen mit ihrem Buch “Heimatschutz. Der Staat und die Mordserie des NSU” eine beschreibende Rekonstruktion des Umgangs der Sicherheitsbehörden mit der jahrelang unerkannt agierenden Neonazi-Zelle vor. Zwar liest sich der fast 900 Seiten starke Band mitunter spannend wie ein Krimi, leider wimmelt er aber auch von vielen Detailfehlern und es fehlt eine genauere Analyse und eine wirkliche Einschätzung.

Texte einer amerikanischen Anarchistin

(hpd) Emma Goldman (1869–1940), die bedeutendste Aktivistin und Theoretikerin des Anarchismus, legte 1910 eine Sammlung mit programmatischen Texten zum ideologischen Selbstverständnis unter dem Titel “Anarchismus & andere Essays” vor. Im Unrast-Verlag, Münster erschien jetzt eine erste vollständige deutsche Übersetzung nebst anderen Texten der Autorin, welche einen guten Einblick in das politische Denken der Anarchisten geben.

"Yes ve gan"

(hpd) Der ehemalige Mercedes-Manager Jan Bredack berichtet in seinem Buch “Vegan für alle. Warum wir richtig leben sollten” von seinem beruflichen Ausstieg und seiner Umorientierung in Richtung einer Gründung von veganen Supermärkten. Insofern hat man es entgegen des Titels nicht mit einer systematischen Begründung für eine andere Ernährungsform, sondern mehr mit einer autobiographischen Darstellung mit Ausführungen zum Thema zu tun.

Hoffnung Mensch

BERLIN. (hpd) Der Humanistische Pressedienst hat bereits eine erste Rezension zum aktuellen Buch Michael Schmidt-Salomons veröffentlicht. Da das Buch zu den wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres gehört, hat sich die Redaktion entschlossen, hier zwei weitere Rezensionen zu veröffentlichen.