Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Mit einer Kritik an den "Neuen Atheisten"

Eine atheistische Deutung zur Funktion der Religion

Der atheistische Philosoph Tim Crane erörtert in seinem Buch "Die Bedeutung des Glaubens. Religion aus der Sicht eines Atheisten" insbesondere die Funktionen von Glaubensformen. Die Erörterungen lesen sich locker, wie aus einem Vortrag stammend; sie enthalten darüber hinaus auch eine beachtenswerte atheistische Kritik an der doch mitunter sehr vereinfachten Religionskritik der "Neuen Atheisten".

Rezension

"Kritik der vegetarischen Ethik"

Dürfen Menschen leidensfähige Tiere töten, um sich von ihrem Fleisch zu ernähren, obwohl es dafür keine biologische Notwendigkeit gibt? Eine vegetarische Ethik verneint diese Frage. Wer eine "Kritik der vegetarischen Ethik" vortragen will, muss erläutern, warum er entsprechende Tiertötungen für vertretbar hält. Dies verspricht Klaus Alfs, gelernter Landwirt und diplomierter Sozialwissenschaftler, in seinem Buch mit dem genannten Titel.

"Islamophobie" und "Antimuslimischer Rassismus"

Sind "Islamophobie" und "Antimuslimischer Rassismus" geeignete Begriffe, um Feindschaft gegenüber Muslimen zu umschreiben oder dienen sie eher der Kritikimmunisierung? Dieser Frage widmete sich Politikwissenschaftler und Soziologe Prof. Armin Pfahl-Traughber vergangene Woche in seinem Vortrag "'Islamophobie' und 'Antimuslimischer Rassismus' – Dekonstruktion zweier Hegemoniekonzepte aus menschenrechtlicher Perspektive" am Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI). Der hpd dokumentiert seinen Vortrag in einer Zusammenfassung.

Rezension

Forschungsüberblick zur Radikalisierung

Christopher Daase, Nicole Deitelhoff und Julian Junk haben mit "Gesellschaft Extrem. Was wir über Radikalisierung wissen" einen Forschungsüberblick zum Thema vorgelegt. Da zu den Autoren viele langjährige Forscher gehören, erhält man so einen informativen und strukturierten Überblick, gelegentlich aber auch mit kleinen Schiefen.

Symbolbild

Ein Sammelband mit Fallbeispielen

Verbeamtete Rechtsextremisten

Die beiden Journalisten Matthias Meisner und Heike Kleffner haben einen Sammelband mit dem Titel "Extreme Sicherheit. Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz" herausgegeben, worin sich viele Fallstudien zu dem im Untertitel genannten Themenkomplex finden.

Anmerkungen zu Handlungsformen im Spannungsfeld

Klimawandel-Protest und Ziviler Ungehorsam

Darf man geltende Gesetze im Namen eines moralischen Rechts brechen? Diese Frage kommt regelmäßig in Protestbewegungen auf. Dabei spricht man häufig von Zivilem Ungehorsam. Doch in den seltensten Fällen ist dabei klar, was eigentlich inhaltlich mit diesem Terminus gemeint ist.