Schulen

Bibel mit Warnhinweis für Kinder

US-Bundesstaat verbietet "pornographisches" Material in Schulbüchern

Die Bibel ein Porno?

Der US-Bundesstaat Utah hat vergangenes Jahr ein überaus umstrittenes Gesetz verabschiedet. "HB374", lanciert von christlich-konservativen Organisationen wie "Utah Parents United", verbietet "pornographisches" Schriftwerk in Schulbüchereien und Klassenzimmern. Nun macht sich ein Elternteil das diffuse Gesetz zunutze, um die "sexverpestete" Bibel aus dem Schulgebäude zu verbannen. Ein Kommentar zur aktuellen Welle moralischer Panik in den USA.

Großbritannien: Neue Leitlinien zu "Blasphemie"-Vorfällen an Schulen geplant

Die Beschädigung eines Korans an einer englischen Schule beschäftigt seit Ende Februar die britische Öffentlichkeit. Islamische Aktivisten sprachen von Blasphemie und sogar Morddrohungen wurden ausgesprochen. Die Schule suspendierte daraufhin die an der Beschädigung vermeintlich beteiligten Schüler. Die britische Innenministerin Suella Braverman erklärte nun, dass es eine Überarbeitung der Leitlinien für Blasphemie-Vorfälle an Schulen geben solle.

Was das Bundesverfassungsgericht 1987 zum Religionsunterricht sagte

Glaubenssätze der Religionsgemeinschaften müssen als bestehende Wahrheiten vermittelt werden

Diese Aussage stammt nicht etwa aus einer internen Anweisung der türkischen Religionsbehörde Diyanet (DITIB ist der deutsche Ableger) oder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen) – das Bundesverfassungsgericht hat 1987 die Rechtslage des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen in Deutschland klargestellt.

Frühehen und Zwangsverheiratungen in den Sommerferien

Kurz vor Beginn der Sommerferien warnt Terre des Femmes (TdF) vor der steigenden Gefahr der Zwangsverheiratungen und Heiratsverschleppungen. Zu diesem Anlass hat Terre des Femmes zusammen mit der Berliner Polizei die "Weiße Woche" ins Leben gerufen, in Anspielung auf ein zumeist weißes Hochzeitskleid. Vom 27.06. bis 01.07. ist TdF in Berliner Schulen präsent und sensibilisieren zu Früh- und Zwangsverheiratung.

USA: Atheist fordert, Bibeln aus Floridas Schulen zu verbannen

Bibeln und alle Bücher, die sich auf die Bibel beziehen, sollen aus Floridas Schulen verschwinden, wenn es nach Chaz Stevens geht. Die Forderung ist eine Antwort auf den konservativen Angriff auf moderne Schulbücher, in denen Rassismus doch tatsächlich hinterfragt wird und Menschen sogar eine Sexualität haben. Der Angriff in Form eines als "Stop WOKE Act" bezeichneten Gesetzes soll Kinder vor Inhalten schützen, die sie sich schlecht oder schuldig fühlen lassen oder zum Hass aufeinander führen könnten.

Gerichtsentscheidung und Proteste im südindischen Bundesstaat Karnataka

Indien: Verbot von Safran-Schals und Hijabs in Schulen

Anfang Februar dieses Jahres hatte die Regierung des südindischen Bundesstaates Karnataka ein Verbot des Tragens von Schal und Stola in der Farbe Safran, Hijab, von religiösen Fahnen und Ähnlichem in Schulen erlassen.  Nach Protesten und Klagen hat der Oberste Gerichtshof Karnatakas nun erklärt, dass das Tragen eines Hijabs kein essenzieller Bestandteil der Religionsausübung sei.

Maßnahmen zur Lufthygiene könnten helfen, Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten

Damit die Schulen offen bleiben können

Schulen sollen nicht wieder geschlossen werden – darin sind sich die meisten Politikerinnen und Politiker mit den Fachleuten einig. Um dies trotz weiterhin hoher Inzidenzen und vieler Covid-19-Erkrankungen in der vierten Coronawelle zu gewährleisten, haben Forschende einen Maßnahmenkatalog zur Lufthygiene zusammengestellt, mit dem ein wirksamer Infektionsschutz auch im Klassenzimmer erreicht werden kann.

Kanada:

Darf eine Schulrektorin Iron-Maiden-Fan sein?

Was darf die Rektorin einer öffentlichen Schule in ihrer Freizeit? Wenn sie, wie Sharon Burns, Rektorin der Eden High School im kanadischen Ontario, auf die Metal-Band Iron Maiden steht, Fan-Utensilien und die "Pommesgabel" auf Bildern veröffentlicht und sogar die Zahl 666 verwendet, sollte sie nach dem Willen einiger Eltern versetzt werden.

Britische Bildungsbehörde kritisiert jüdische Mädchenschule

Aufklärungsunterricht: Ungenügend

Weil sie den Schülerinnen grundlegendes Wissen über Sexualität, Paarbeziehungen und Fortpflanzung vorenthält, steht eine jüdische Mädchenschule in London in der Kritik der Bildungsbehörde. Nachdem ein Inspektionsteam die Schule im Juni begutachtet hatte, fordert sie in ihrem Bericht umfassende Verbesserungen.