Wissenschaft

Uneheliche Geburten in West- und Osteuropa

Familie ohne Trauschein

ROSTOCK. (mpg) Im goldenen Zeitalter der Ehe waren die Verhältnisse in Europa übersichtlich: Wer in den 1950er und 1960er Jahren ein Kind bekommen wollte, heiratete vorher. Heute dagegen sind in vielen Ländern mehr als die Hälfte der Geburten nichtehelich – Tendenz weiter steigend. Nur in Osteuropa zeigt sich ein entgegengesetzter Trend: Dort werden zunehmend mehr Kinder von verheirateten Paaren geboren. Eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock hat diese Entwicklungen von 1910 bis in die Gegenwart analysiert.

Die Gentechnik und der Transhumanismus

KÖLN. (hpd) Vom Standpunkt des Transhumanismus aus gesehen, ist der Alterungsprozess des menschlichen Körpers eine Erbkrankheit, die in Zukunft geheilt werden kann. Der Mensch ist das Ergebnis einer über Jahrmillionen abgelaufenen Evolution. Wesentlicher Bestandteil des Evolutionsprozesses ist die Selektion. Sie ist in der Regel ein ausgesprochen brutaler Prozess der mit extremem Leid verbunden ist. Die Naturwissenschaft ist nun mittlerweile so weit fortgeschritten, dass wir die zukünftige Weiterentwicklung des Menschen selbst in die Hand nehmen können.

Die Schlaulicht-Macher

Schlaulicht - ein Wissenschafts-Podcast (nicht nur) für Kinder

BERLIN. (hpd) Spannende Podcasts, die sich mit interessanten und relevanten Themen wissenschaftlich auseinandersetzen, gibt es im deutschsprachigen Raum viele. Aber gibt es ein solches Format auch für Kinder und Jugendliche? Das fragten sich die drei Macher des "Schlaulicht" – selbst begeisterte Podcast-Hörer und -Produzenten – und mussten feststellen, dass dem nicht so war. Schnell war die Idee zum "Schlaulicht" geboren.

Die "Besorgte Bürgerin" Franziska von Kempis, Eric Siegert, Hans Pfeufer, Tobias Geissler, Giulia Silberberger, Moderator Nicolai Tegeler (v.l.n.r.)

Ist die Erde rund, flach oder hohl und was haben die Nazis damit zu tun?

Verschwörungstheorien auf dem Prüfstand

BERLIN. (hpd) Am Samstag gab es die erste einer geplanten Serie von Veranstaltungen, mit der die Macher hinter dem Goldenen Aluhut über Verschwörungstheorien aufklären wollen. Das wird nicht bierernst vorgetragen – auch wenn das Thema sehr ernst ist – sondern eher mit dem Ansatz der Science Busters: "Lachen hilft beim Denken."

Kritik des theistischen Weltbildes aus naturwissenschaftlicher, philosophischer und theologischer Sicht

BONN. (hpd) Der promovierte Philosoph Peter Kamleiter nimmt in seinem Buch "Der entzauberte Glaube" entsprechend des Untertitels "Eine Kritik am theistischen Weltbild aus naturwissenschaftlicher, philosophischer und theologischer Sicht" vor. Auch wenn die einzelnen Aussagen nicht neu sind, ist die Publikation angesichts der Kombination der Perspektiven von Interesse, hätte aber auch inhaltlich entsprechend der beschworenen Absicht auf die Kritikperspektive stärker zugeschnitten sein können.

Rezension

Trübes Wasser und der helle Klang des Geldes

BERLIN. (hpd) Wer einmal in die Verlegenheit kommt, sein Konto leer zu sehen und gleichzeitig unverfroren genug, um mit der Dummheit und der Gutgläubigkeit Dritter Geld zu verdienen, kann sich mit einer Hand voller wissenschaftlich klingender Worte und ein paar Flaschen Wasser das leere Konto wieder auffüllen.

Mithilfe der Attrappe eines Hirnscanners bereitet sich eine junge Probandin auf ein Experiment vor.

Dem Gehirn beim Sprechen zusehen

Sprache macht den Menschen

LEIPZIG. (mpg) Die Fähigkeit, Sprache erzeugen und verstehen zu können, macht den Menschen zu etwas Einzigartigem. Doch nicht nur Menschen, auch Affen und Hunde können Wörter lernen. Wo liegt er also, der entscheidende Unterschied zu unserer menschlichen Sprache? Und wie entwickelt sich eigentlich dieses Medium, in dem wir sprechen und schreiben, denken und dichten?

Aus zwei mach eins: Künstlerische Darstellung der Kollision zweier Schwarzer Löcher. Bei diesem Todestanz werden Gravitationswellen freigesetzt.

Astrophysiker haben erstmals Gravitationswellen direkt gemessen

Zitternde Raumzeit: Kollidierende Schwarze Löcher bestätigen Einsteins Idee

BERLIN. (hpd) Vor 100 Jahren hatte Albert Einstein die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt, die er aus seinen Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie ableitete, die er ein Jahr zuvor formuliert hatte. Nun ist es dem amerikanischen LIGO-Detektor gelungen, diese Kräuselungen der Raumzeit erstmals direkt zu messen. Sie stammen von der Kollision zweier Schwarzer Löcher mit der Masse von 29 beziehungsweise 36 Sonnenmassen – aus einer Entfernung von rund 1,3 Milliarden Lichtjahren. Die Entdeckung eröffnet einen neuen Zugang zum Universum und ist ein Triumph für die Theoretische Physik und die Experimentalphysik gleichermaßen.

Meinung

Der ganz reale Transhumanismus

BERLIN. (hpd) Transhumanismus – die Verbesserung des Menschen durch sich selbst – für einige eine realistische und erstrebenswerte Zukunftsperspektive, für andere eine unrealisierbare narzisstische Selbstüberhöhung des Menschen. Was in der Diskussion häufig übersehen wird, ist die Tatsache, dass Transhumanismus nicht nur ein theoretisches Konstrukt, sondern gelebte Realität ist.