Islamkritik

"Islamophobie" und "Antimuslimischer Rassismus"

Sind "Islamophobie" und "Antimuslimischer Rassismus" geeignete Begriffe, um Feindschaft gegenüber Muslimen zu umschreiben oder dienen sie eher der Kritikimmunisierung? Dieser Frage widmete sich Politikwissenschaftler und Soziologe Prof. Armin Pfahl-Traughber vergangene Woche in seinem Vortrag "'Islamophobie' und 'Antimuslimischer Rassismus' – Dekonstruktion zweier Hegemoniekonzepte aus menschenrechtlicher Perspektive" am Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI). Der hpd dokumentiert seinen Vortrag in einer Zusammenfassung.

Das Podium

Verdunstet Religion?

Brauchen wir – in Anlehnung an den "Brexit" – einen "Rexit", eine Trennung von Staat und Religion? Seit 100 Jahren, seit der ersten demokratischen Verfassung Deutschlands, ist dies Verfassungsauftrag, der zwar vor 70 Jahren ins Grundgesetz übernommen, aber trotzdem bis heute nicht vollständig ausgeführt wurde. So diskutierten Helmut Ortner, Hamed Abdel-Samad und Michael Schmidt-Salomon in Heidelberg darüber, welche gesellschaftlichen Verwerfungen Religion heute produziert und wie die Zukunft aussehen könnte.

Das Podium der "Ex-Muslim-Konferenz"

Umstrittene Initiative veranstaltet "Ex-Muslim-Konferenz"

Auf Einladung der "Initiative an der Basis" kamen in Berlin sechs frühere praktizierende Muslime zusammen, um ihre Geschichte zu erzählen, wie sie ihren Glauben verloren, wie sie sich heute als Kritiker der Religion betätigen und was ihrer Meinung nach falsch laufe im Umgang mit dem Islam. Dabei wurde teilweise auch die Grenze zum Antimuslimismus überschritten.

Armin Navabi, Gründer von "Atheist Republic"

"Wir müssen lauter werden"

Wenn wir das politische Spiel nicht mitspielen, verlieren wir – das ist die klare Botschaft von Armin Navabi, Gründer von "Atheist Republic", bei seinem Vortrag in Düsseldorf. Er appellierte an Atheisten, sich füreinander zu engagieren, so wie es religiöse Gemeinschaften sehr erfolgreich tun. Andernfalls werde sich an der kritischen Lage der Ungläubigen in der Welt nichts ändern. Im Zuge dessen sprach der hpd mit ihm.

Das Minenfeld der Islamkritik

Heute findet an der Frankfurter Goethe-Universität die Konferenz "Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?" statt. Im Vorfeld hatte die Konferenz hohe mediale Wellen geschlagen, da eine anonyme Gruppierung der Veranstaltung "antimuslimischen Rassismus" vorgeworfen und sogar die Entlassung ihrer Leiterin Prof. Susanne Schröter gefordert hatte. Über den inzwischen geläufigen Kampfbegriff "antimuslimischer Rassismus" sowie das Minenfeld der Islamkritik sprach hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg mit dem Extremismus-Experten Armin Pfahl-Traughber.