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Die "Beschneidung" von Jungen bleibt ein kontroverses Thema

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Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt
Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt

BERLIN. (hpd) Das sog. “Beschneidungsurteil” des Landgerichts Köln vom 07. Mai 2012 hat im deutschsprachigen Raum eine Debatte ausgelöst, die seitdem nicht mehr verstummt ist. Mitglieder des "Beschneidungsforums haben mit dem interaktiven Internetradio RedeMit einen Podcast produziert, in dem direkt und indirekt Betroffene zu Wort kommen.

Befürworter und Verteidiger der umstrittenen Prozedur, bei der die Vorhaut des Penis mehr oder weniger vollständig entfernt und die Eichel dauerhaft freigelegt wird, verweisen auf religiöse oder kulturelle Traditionen oder auf angebliche medizinische oder hygienische Vorteile. Gern wird darauf verwiesen, dass sich “ja auch noch nie ein beschnittener Mann darüber beschwert hat”. Dieses “Argument” ist jedoch schon seit längerem nicht mehr haltbar.

Sicher, welcher Mann redet schon gerne in der Öffentlichkeit über sexuelle Probleme und Einschränkungen? Gerade wenn es mit seinem Penis, dem Symbol von Potenz und Männlichkeit schlechthin, zusammenhängt?

Noch immer müssen beschnittene Männer, die damit Probleme haben, damit rechnen, sich in der Öffentlichkeit Spott und Häme auszusetzen. So wird der öffentliche Eindruck fortgeschrieben, Beschneidung sei doch nur ein harmloser kleiner Eingriff. Und doch, seit dem Bekanntwerden des “Beschneidungsurteils”, das wie eine Initialzündung wirkte, trauen sich mehr und mehr Betroffene, an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Mythos von der “Harmlosigkeit der Beschneidung” gerät ins Wanken.

Mitglieder des “Beschneidungsforums” – einer virtuellen Anlaufstelle für negativ Betroffene – Intaktivisten und Unterstützer haben mit dem interaktiven Internetradio RedeMit diesen Podcast produziert, in dem direkt und indirekt Betroffene zu Wort kommen.