Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

AfD Bundesparteitag am 23. April 2017 in Köln

Die AfD als Ausdruck eines "völkisch-autoritären Populismus"

Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler hat einen Sammelband mit dem Titel "Völkisch-autoritärer Populismus. Der Rechtsruck in Deutschland und die AfD" mit thematisch ganz unterschiedlichen Beiträgen zum Thema herausgegeben. Es handelt sich meist um kurze Texte von unter zehn Seiten, worin aber Kontexte komprimiert dargestellt und eingeschätzt werden.

Demonstration gegen Rechtsextremismus und zur Erinnerung an die NSU-Opfer

Kein Schlusswort

Der von der Rechtsanwältin Antonia von der Behrens herausgegebene Sammelband "Kein Schlusswort. Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk" enthält die "Plädoyers im NSU-Prozess" der Opferanwälte. 

"Keine Single-Issue-Partei"

Der Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger legt mit seinen Mitautoren in dem Buch "AfD in Parlamenten. Themen, Strategien, Akteure" eine Untersuchung zum Thema anhand des Landtages in Rheinland-Pfalz und kommunaler Parlamente in Hessen und Niedersachsen vor. 

Pegida-Demonstration am 25. Januar 2015 in Dresden

Die Angst-Prediger

Die Journalistin Liane Bednarz legt mit "Die Angst-Prediger. Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern" eine Darstellung zum Thema vor. Einerseits liefert sie viele Informationen und stellt ihre Sachkenntnis dar, andererseits bleibt das Buch doch eher auf einer beschreibenden journalistischen Ebene ohne Gesamteinschätzung stehen.

Muslimischer Antisemitismus – eine Auswertung von 70 Interviews

Der Kultur- und Politikwissenschaftler David Ranan legt mit seinem Buch "Muslimischer Antisemitismus – Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?" eine Auswertung von 70 Interviews mit höher gebildeten Muslimen zum Thema vor. Auch wenn immer wieder reflexionswürdige Anmerkungen gemacht werden, neigt der Autor doch häufig zu etwas vorschnellen kritischen Verallgemeinerungen.

Staat ohne Gott

Der bekannte Jurist Horst Dreier legt in "Staat ohne Gott – Religion in der säkularen Moderne" ein aufklärerisches Plädoyer für den säkularen Staat aus verfassungsrechtlicher Begründung vor. Die Schrift beeindruckt durch ihre große Fachkenntnis, klare Struktur und inhaltliche Stoßrichtung, wobei auf Polemik zugunsten von Sachargumenten verzichtet wird.

Nichts ist, wie es scheint

Michael Butter, der Hochschullehrer für US-Kultur- und Literatur ist, legt mit "'Nichts ist wie es scheint' – Über Verschwörungstheorien" eine Gesamtdarstellung zum Thema vor. Mit leichter Hand werden Definitionen vorgenommen, Motive benannt und Entwicklungen beschrieben – all das in aufklärerischer Absicht.

"Gäriger Haufen"

Der Politikwissenschaftler Hajo Funke und die Journalistin Christiane Mudra legen mit "Gäriger Haufen. Die AfD: Ressentiments, Regimewechsel & völkische Radikale" ein Buch zu der Partei vor. Zwar erhält man auf engem Raum eine informative und kritische Darstellung, die aber hinsichtlich der Einordnungen oberflächlich bis widersprüchlich ist.