Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Der dschihadistische Terrorismus in Deutschland

(hpd) Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg legt mit “Al-Qaidas deutsche Kämpfer. Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus” eine ausführliche Darstellung zur Entwicklung des Phänomens mit Deutschland-Bezug dar. Es handelt sich um eine überaus informative und sachkundige Darstellung, die große Aufmerksamkeit verdient, hier und da aber wäre etwas mehr Analyse wünschenswert gewesen.

Peter Kropotkins "Die Eroberung des Brotes"

(hpd) Der anarchistische Theoretiker Peter Kropotkin legte in seinem Buch “Die Eroberung des Brotes” von 1892 die Grundzüge einer Gesellschaft auf Basis des Gemeineigentums ohne Staat vor. Zwar geht der Klassiker der politischen Theorie von einem einseitig altruistischen Menschenbild aus, welches sein Modell letztendlich scheitern lässt, er macht aber auch auf eine Fülle von heute noch beachtenswerten Forderungen, Legitimationsproblemen und Missständen aufmerksam.

"Linke und Gewalt" – eine ideengeschichtliche Dokumentation

(hpd) Der Publizist Felix Wemheuer legt mit “Linke und Gewalt. Pazifismus, Tyrannenmord, Befreiungskampf” eine Dokumentation mit Texten zum Thema vor, welche von Lenin und Mao über Landauer und Most bis zur RAF und “Roten Zora” reichen. So informativ der Sammelband insgesamt ist, so hätte man sich doch eine ausführlichere und systematischere Einleitung, aber auch die Aufnahme von aktuellen Texten gewünscht.

Ein vehementer Kritiker der israelischen Politik

(hpd) Der israelische Historiker Moshe Zuckermann legt mit “Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt” eine Sammlung mit Aufsätzen vor, welche eine vehemente Kritik an der Politik der israelischen Regierung vornehmen. Es handelt sich um beachtenswerte ideologiekritische und strukturanalytische Beiträge, die mitunter aber die reale Bedrohungssituation für das Land aus dem Blick verlieren.

Der Antisemitismus des Martin Luther

(hpd) Der Historiker Thomas Kaufmann, Professor für Kirchengeschichte in Göttingen, legt mit “Luthers Juden” eine differenzierte Abhandlung zum Antisemitismus bei dem Reformator vor. Er macht darin überzeugend deutlich, dass die Judenfeindschaft integraler Bestandteil seiner Theologie bereits in der Frühphase war und sich bei ihm protorassistische Positionen ausmachen lassen.

Der Politische Islam

(hpd) Der Orientalist und Politologe Imad Mustafa legt mit “Der Politische Islam. Zwischen Muslimbrüdern, Hamas und Hizbollah” eine Gesamtdarstellung zum Thema mit einem Schwerpunkt auf den Entstehungshintergründen und Positionierungen vor.