Adrian Beck

Der Autor ist seit einigen Jahren im (E-)Marketing tätig, außerdem als Autor, Musiker, DJ und Veranstalter. Er lebte längere Zeit als Digital Nomad in Asien und Israel und ist seit 2018 wieder in Deutschland beheimatet.

Artikel des Autoren

Supreme Court entscheidet: Wir wollen die Welt brennen sehen

Der Supreme Court of the United States (SCOTUS) hat in einer 6-3 Entscheidung festgelegt, dass die Environmental Protection Agency (EPA) nicht die Befugnis hat, Emissionsobergrenzen für Bundesstaaten durchzusetzen. Die Richter*innen geben damit einer Klage von 20 republikanischen Bundesstaaten statt, die sich partout weigern, nicht-fossile Quellen zur Stromerzeugung zu nutzen. Ein Kommentar.

Trumps Verbrechen

Donald Trump hat den US-amerikanischen Staat und seine eigenen Wähler*innen über den Tisch gezogen. Dieses Zwischenfazit zieht das aus Abgeordneten beider Parteien zusammengesetzte Komitee zur Aufarbeitung der Ausschreitungen am 6ten Januar in Washington, D.C. nach den ersten drei Anhörungen. Mehr als 250 Millionen Dollar hat Trump nach der vergeigten Wahl von seinen Unterstützer*innen eingesammelt, angeblich, um das Ergebnis anzufechten. Doch der versprochene Fond existiert offenbar gar nicht.

Das Evangelium der Trolle

Vor der US-Wahl 2016 wurde das soziale Netzwerk Facebook von der Internet Research Agency, einer institutionellen russischen Trollfarm, mit zielgerichteten Falschinformationen torpediert. Ein interner Report aus dem Jahr 2019, der der Website MIT Technology Review vorliegt, zeigt, dass das Unternehmen keine effektiven Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Im Vorfeld der US-Wahl 2020 waren es Seiten aus dem Kosovo und Mazedonien, teilweise seit Jahren als Trolle bekannt, die Falschinformationen an eine überwiegend US-amerikanische Zielgruppe verbreiteten.

Mauer an der Grenze zwischen Mexiko und den USA

Wie die EU zum Spießgesellen der Autokraten wurde

Was wurde in der EU gelacht, als Donald Trump 2016 mit dem Versprechen antrat, eine Mauer zu Mexiko zu bauen. Doch schon bald blieben manchen die Lacher im Halse stecken, als die europäische Grenzschutzagentur Frontex mit dem Vorwurf illegaler Pushbacks konfrontiert war und die ersten stacheldrahtbewehrten Zäune an den Außengrenzen Bulgariens und Griechenlands auftauchten. Nun hat Polen angekündigt, eine 5,5 Meter hohe Mauer zu Belarus bauen zu wollen – um Geflüchtete vom Grenzübertritt abzuhalten. Ein Kommentar von Adrian Beck.

Demo in Tschetschenien gegen die Entführung Homosexueller

Der Feldzug gegen die Diversität in Osteuropa geht weiter

Es ist kein Geheimnis, dass die russische Regierung ein Problem mit Menschen hat, die nicht heterosexuell sind. Selbst eine LGBTQI-freundliche Meinung in der Öffentlichkeit zu äußern steht seit 2013 unter Strafe. Nun hat das Justizministerium die Vereinigung "LGBT-Network" als "ausländischen Agenten" eingestuft – ein Stigma, das der Gruppe ihre aktivistische Arbeit beinahe verunmöglichen wird. Das polnische Parlament arbeitet derweil an einem Gesetz, das geschlechtliche und sexuelle Diversität unsichtbar machen soll.

Warum wir (nicht) glauben

Woraus entspringt die menschliche Religiösität und der Glaube an explizite Gottheiten? Drei Erklärungsansätze haben sich in den letzten Jahren herauskristallisiert: ein sozialpsychologischer, ein kognitiver und ein kontextueller. Ein Team von Forschenden hat diese Ansätze in einer umfangreichen Studie auf die Probe gestellt.

Papst Franziskus

Papst fordert Grundeinkommen und Arbeitszeitverkürzung

In einer Videobotschaft sprach sich das katholische Oberhaupt vergangenen Samstag für fundamentale Veränderungen unseres Wirtschaftssystems aus. Er forderte außerdem mehr Steuergerechtigkeit, Schuldenschnitte für ärmere Staaten und mehr Gemeinwohlorientierung. Noble Worte, doch Franziskus scheint vergessen zu haben, dass sein eigener Verein hierzulande erst kürzlich einen Tarifvertrag für Pflegekräfte platzen ließ.

Röhrenplastik bei der Uni Konstanz

Covid-19 und soziale Ungleichheit

Die Corona-Pandemie ist eine Belastung für uns alle – doch in unterschiedlichem Ausmaß. Eine Untersuchung der Universität Konstanz hat nun festgestellt, dass besonders Eltern sich mit der zusätzlichen Belastung allein gelassen fühlen. Die Studie zeigt außerdem, dass gerade diejenigen, die weniger von der Pandemie betroffen sind und keiner medizinischen Risikogruppe angehören, zu gesteigerter Skepsis gegenüber den staatlichen Maßnahmen neigen. Zurecht fragen die Autor*innen: "Vertraut die Gesellschaft ihrem Staat noch?"

Abtreibungsverbot in Texas vorerst gestoppt

Das texanische "Fetal Heartbeat Law", das Abtreibungen ab der Feststellung eines Herzschlags beim Fötus verbietet, ist vorerst an den Klippen der Justiz zerschellt. Bundesrichter Robert Pitman urteilte am Mittwoch zugunsten des US-Justizministeriums, das gegen das texanische Gesetz geklagt hatte. In seiner Urteilsbegründung zerreißt Pitman die texanische Argumentation und nennt sie eine "Absurdität". Doch das Urteil ist lediglich ein Etappenssieg im Kampf um reproduktive Rechte.